Internet IPO: Vergleich der bisher grössten Börsengänge

Wie schon mehrfach berichtet befindet sich Facebook derzeit in der heissen Phase der Vorbereitungen auf den Börsengang. Nun gab das Unternehmen den Preis für die 337 Millionen zum Verkauf anstehenden Anteile bekannt. Demnach soll pro Anteil ein Erlös von 28-35 USD erzielt werden. Rein rechnerisch würde sich damit eine Kapitalschöpfung von bis zu 11,8 Milliarden USD ergeben. Dies würde die mit Abstand höchste Kapitalisierung durch einen Börsengang eines Internetunternehmens überhaupt bedeuten. Zum Vergleich: Google erzielte bei seinem Börsengang (dem bisher größten eines Internet-Unternehmens) im August 2004 einen vergleichsweise geradezu lächerlichen Betrag von 1,67 Milliarden USD.
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Twitter-Whitepaper für kleine und mittlere Unternehmen

Kleine und mittelständische Unternehmen tun sich oft mit dem geeigneten Einstieg in Social Media schwer. Über Facebook kursieren bereits ja schon diverse Product Guides und sog. White Paper.
Nun hat aber Twitter selbst eines jener White Paper veröffentlicht, um genau der Zielgruppe der mittelständischen und kleinen Unternehmen die eigenen Vorzüge einer Mikroblogging-Plattform schmackhaft zu machen und den Einstieg mit ein paar Tipps zu erleichtern

Die Anleitung ist in drei Hauptpunkte unterteilt:

  • Eine Definition von Twitter sowie eine Anleitung zum Einrichten des Accounts.
  • Wie gestaltet sich die Kommunikation auf Twitter mit den Kunden bzw. anderen Menschen im Netzwerk.
  • Wie kann man am besten die eigene Reichweite erhöhen und neue Follower generieren.

Das PDF besteht aus 22 Seiten und liefert allen, die mit Twitter noch nicht vertraut sind, einen guten Einstieg und Überblick über die verschiedenen Features und Besonderheiten.

Link zum Download, eine kurze Registrierung ist vorher erforderlich: Twitter-Whitepaper

Social Media in KMU und NPO: intern besetzen oder extern vergeben?

Als Verantwortlicher in einem Unternehmen oder einer Organisation werden Sie sich diese Frage sicherlich bereits gestellt haben. Viele von Ihnen werden diese Frage bisher mit Nein beantwortet haben, wie auch 54% der Entscheider in einer Leserumfrage. Doch wie antworten Sie auf diese Frage? Eher aus dem Bauch heraus oder durch Abwägung von Fakten?

Es ist mittlerweile nicht mehr zu leugnen, dass Social Media eine wichtige Rolle auch in dem Marketing Mix von kleinen bis mittleren Unternehmen und Non-Profit-Organisationen spielen sollte und ist die eingangs gestellte Frage nicht leichtfertig zu beantworten. Ich möchte nachfolgend einige Faktoren aufzählen, welche für oder gegen eine externe Unterstützung bei Ihrer Social Media Strategie sprechen können und die Sie als Checkliste für Ihre Entscheidung heranziehen sollten.

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Die schlimmsten Fehler im Umgang mit Social Media – und wie sie vermieden werden können

Social Media ist ja mittlerweile schon so verbreitet, dass die meisten kleinen und mittleren Unternehmen bereits damit experimentiert haben. Jedoch sind die gesammelten Erfahrungen sehr breit gestreut und nur einige wenige können auf gute Ergebnisse oder sogar einen positiven ROI zurückblicken. Dies liegt vor allem daran, dass sich Social Media in den letzten paar Jahren stark gewandelt hat. In der Vergangenheit waren die Sozialen Netzwerke vorwiegend die Spielwiese von Technikbegeisterten und nur wenige Unternehmen waren bei Facebook, geschweige denn bei Twitter vertreten. Zu diesen Zeiten war es noch einfach, aus der „Masse“ hervorzustechen. Damals war es noch ausreichend, eine Unternehmenspräsenz in einem Social Media Kanal zu erstellen und ab und zu einige Promotionpostings abzusetzen. Doch die Nutzergemeinde ist heutzutage sehr viel anspruchsvoller geworden. Es sind nun nicht nur mehr die Nerds und Geeks in Social Media unterwegs, sondern Menschen jeglicher Länder und Schichten. Die Mitglieder in Sozialen Netzwerken erwarten regelmässige Aktivität und sehr hochwertige Informationen von den Unternehmen, sowie eine zeitnahe Reaktion auf Userkommentare. Diese Erkenntnis und der damit verbundene Aufwand veranlassen viele Unternehmen, Ihre Social Media Aktivitäten entweder weiter zu verringern oder ganz einzustampfen. Doch das ist der falsche Weg, denn Social Media wird in Zukunft Kaufentscheidungen noch viel stärker beeinflussen.

Zumeist liegt der „Misserfolg“ daran, dass einige grundlegende Dinge im Umgang mit Social Media nicht beachtet werden. Diese möchte ich hier auflisten und darauf eingehen.

Social Media ist nicht Marketing

Viele Unternehmen betrachten Social Media als einen weiteren Marketing Kanal, wie z.B. den Unternehmensblog oder PR feeds. Während es auf diesen Kanälen legitim ist, für eigene Produkte oder Dienstleistungen Werbung zu machen, wird dies von der Nutzergemeinde in Social Media nur in sehr geringem Maße toleriert. Als Faustregel kann man sagen, dass höchstens 10-15% der Beiträge einen Werbecharakter haben sollten – und auch diese nicht zu offensiv, sondern eher „getarnt“ in einem Erfahrungsbericht oder eine Fotostrecke. Oft hört man auch folgendes: „Wir folgen offensiv anderen Usern, aber diese folgen uns nicht zurück! Woran liegt das?“. Nun, stellen Sie sich Social Media als eine Party vor und Sie versuchen, mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Gelingt Ihnen dies, wenn Sie nur um eine Gruppe anderer Gäste herumschwänzeln? Wahrscheinlich eher nicht, sondern Sie müssen sich aktiv am Gespräch beteiligen und dem Gespräch auch einen Mehrwert bieten, denn sonst werden Sie schnell wieder von den anderen ausgegrenzt. Social Media tickt nach demselben Prinzip: Engagieren Sie sich, diskutieren Sie mit, stellen Sie Fragen, liefern Sie kompetente Antworten. Dann wird man Sie als lohnenswertes Mitglied wahrnehmen.

Die Planlos-Strategie funktioniert nicht

Die neue Facebook Page ist angelegt und der Twitter Account eingerichtet. Doch wo sind die anderen? Warum kommt niemand und folgt mir?
Die anderen sind derzeit mit ihren Freunden und verbundenen Fanseiten beschäftigt. Laut einer Facebook-Studie ist der durchschnittliche Nutzer mit 130 Freunden und zusätzlich 80 weiteren Fanseiten, Gruppen oder Events verbunden. Sie können sich die Masse an Statusupdates vorstellen, die ein einzelner Nutzer täglich zu bewältigen hat. Er hat einfach nicht die Zeit und wohl auch nicht die Lust, blindlings hineinzustochern und zu hoffen, etwas interessantes (wie z.B. Ihre Page) zu finden. Um aus diesem Gatter heraus- oder vielmehr hineinzubrechen, brauchen Sie eine klar definierte Strategie, um Ihre Social Media Accounts zu verbreiten und diejenigen mit gutem Content zu versorgen, die Ihnen dann folgen werden. Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht mit Warten darauf, dass Sie per Zufall gefunden werden, sondern entwickeln stattdessen einen Plan, um Nutzer anzusprechen, für sich zu gewinnen und bei Ihnen zu halten.

Die bloße Anzahl an Fans und Followern ist nicht wichtig

Immer wieder bekommt man von Unternehmen bei der Frage nach dem Erfolg ihrer Social Media Aktivitäten als Antwort nur die Zahl der Fans bei Facebook oder die der Follower bei Twitter genannt. Dabei ist diese Zahl als Messgröße für den Social Media Erfolg völlig ungenügend. Denn Studien belegen, dass höchstens 3% bis 7,5% Ihrer Fans Ihre Statusupdates auf der Unternehmensseite überhaupt wahrnehmen. Statt also nur auf die Anzahl der Fans zu schauen, sollten Sie sich darauf fokussieren, Inhalte mit Mehrwert zu publizieren. Damit erreichen Sie eine tiefere Verbundenheit Ihrer Fans mit Ihrer Seite und erhöhen somit die Chance, dass Ihre Beiträge nicht nur wahrgenommen, sondern auch gelesen und – im besten Fall – kommentiert werden. Wenn Sie das erreicht haben, sind Sie quasi am Ziel angekommen, denn dann ist der Nutzer von sich aus auf Sie zugekommen und Sie können ihn im direkten Dialog von Ihrem Unternehmen überzeugen.

Es werden nicht immer nur angenehme Beiträge kommen

Vielleicht haben Sie schon von dem Begriff „Shitstorm“ gehört. Dabei handelt es sich um eine Diskussion auf einer Unternehmensseite in einem Sozialen Netzwerk, wo sich die Nutzer öffentlich über ein Thema mit Unternehmensbezug auslassen – und das überwiegend negativ oder zumindest deutlich kontrovers. Die meisten Unternehmen sind mit diesem Phänomen deutlich überfordert und wissen sich zumeist nicht anders zu helfen, als Beiträge zu löschen oder zu sperren. Das ist jedoch genau der falsche Weg, auf negative Beiträge zu reagieren. Diejenigen, die schlecht über Ihr Unternehmen sprechen wollen, werden einen anderen Platz im Internet finden, wo Sie keine Handhabe dagegen haben. Sie sollten sich stattdessen der Herausforderung stellen, Position beziehen und Ihre Beweggründe erläutern. Wenn es nur einige wenige sind, die sich auf Ihr Unternehmen eingeschossen haben, dann wird Ihnen Ihre restliche Nutzergemeinschaft zur Seite eilen und die „Querulanten“ in die Schranken weisen.
Doch in der Regel bauscht sich ein Thema nicht zu einem Shitstorm auf. Stattdessen werden einzelne User Ihnen kritische Fragen stellen und darauf sollten Sie vorbereitet sein. Sie müssen z.B. festlegen, ob Ihr Social Media Manager auch diese Fragen oder Kommentare beantworten darf oder ob dies „Chefsache“ ist. Doch ganz unvorbereitet werden solche Fragen und Probleme nicht auftauchen. Erstellen Sie im Vorwege, nämlich im Rahmen der Erstellung einer Social Media Strategie und Social Media Guidelines, eine Liste mit den 10 häufigsten Fragen (und den Antworten darauf) an Ihren Support (entweder per Telefon oder per Email), sowie die 10 grössten PR-Pannen, die Ihnen bisher passiert sind. Sie können sich sicher sein, dass diese Punkte Sie auch in Social Media einholen werden, aber dann sind Sie darauf bereits vorbereitet…

Eine gute Strategie macht vieles einfacher

Der wohl wichtigste Grund dafür, dass die meisten Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten keinen Erfolg haben, ist das Fehlen einer klar definierten Strategie. Es herrscht leider immer noch die Meinung vor, man erstelle sich mal einen Account in einem Sozialen Netzwerk, denn die sind ja umsonst, und fange dann mal an “irgendwas” zu posten. Problem daran ist, dass dieses “irgendwas” zumeist leider überhaupt nicht das ist, was Ihre Zielgruppe interessiert und lesen möchte. Insofern besteht für diese Nutzer auch nicht die geringste Veranlassung, sich mit Ihrem Unternehmen durch Like, Follow oder Kommentare zu engagieren. Aus diesem Grund ist der initiale Aufwand zur Entwicklung einer Social Media Strategie mit Ihren Unternehmenszielen und Messpunkten von elementarer Bedeutung, um Ihren Social Media Erfolg zu messen und zu erreichen.

Falls auf Ihr Unternehmen einer oder mehrere der angesprochenen Punkte zutreffen, schreiben Sie mich gerne an und wir analysieren gemeinsam Ihre bisherige Vorgehensweise. Oder hinterlassen Sie einen Kommentar, ob Sie den Aspekten zustimmen. Vielen Dank.

QR Codes – sinnvoll für Non-Profit-Organisationen und kleine Unternehmen?

Beim Gang durch die Ladenzeilen, Durchblättern von Zeitschriften oder näherem Betrachten von Litfaßsäulen fallen sie immer häufiger auf: die kleinen quadratischen Boxen mit den schwarz-weissen quadratischen Mustern. Viele fragen sich bestimmt immer noch, was das denn sein soll und welchen Zweck dieses Gebilde auf den Plakaten und Schaufenstern hat.

Vereinfacht gesagt, ist ein QR-Code eine codierte Nachricht in 2D. Mit dem richtigen Lesegerät kann die Nachricht entschlüsselt und lesbar gemacht werden. Ein QR-Code kann dabei ganz unterschiedliche Nachrichten aufnehmen, sei es ein Link zu einer Website, eine Adresse, eine Telefonnummer oder auch nur eine Textnachricht. Als Lesegeräte dienen zumeist die Kameras in Smartphones in Verbindung mit einer speziellen App (die es in grosser Zahl in den jeweiligen App-Stores) meist kostenlos gibt. Wird der QR-Code mit dem Lesegerät gescannt, wandelt die Software die kleinen Quadrate wieder in die Ursprungsnachricht um und versucht sogleich, die darin enthaltene Information auszuführen. Ein Link wird an den Browser weitergeleitet, eine Adresse dem Adressbuch als neuer Eintrag vorgeschlagen oder nachfragt, ob eine Telefonnummer gewählt werden soll. Websites zur Erstellung von QR-Codes gibt es sehr viele, eine einfache Google-Suche sollte hier befriedigende Ergebnisse liefern – als Beispiele sind hier nur genannt: http://qrcode.kaywa.com, http://goqr.me/de, http://qurify.com.

Der Sinn hinter QR-Codes ist eigentlich ganz einfach: man möchte dem Benutzer das lästige Abtippen von Informationen ersparen und stellt ihm die Aktion quasi ausführungsbereit zur Verfügung – so viel zur Bequemlichkeit. Ein anderer Aspekt ist der Reiz des Unbekannten. Man sieht einem QR-Code die darin enthaltene Information nicht an und deswegen ist es immer wieder ein Reiz, den Code zu scannen und gespannt abzuwarten, welche Aktion er durchführen lassen möchte. Mir persönlich geht es zumindest oft so, dass ich QR-Codes aus reiner Neugier scanne, nur um zu sehen, wo sie mich hinführen möchten. Allerdings steckt hierin auch eine gewisse Gefahr des Missbrauchs. Schließlich könnte jemand auf die Idee kommen, im QR-Code eine Website z.B. mit Schadcode oder anderen Inhalten zu verlinken, die man sonst nicht besuchen würde. Hier muss man eben etwas vorsichtig sein und abwägen, ob man die vorgeschlagene Aktion durchführen möchte. Umso mehr ist es für Sie wichtig, die Umgebung des QR-Codes so vertrauensvoll und ansprechend wie möglich zu gestalten.

Doch nach diesen einführenden Worten möchte ich nun auf die verschiedenartigen Verwendungsmöglichkeiten eingehen, die auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Non-Profit-Organisationen denkbar wären. Natürlich hängt die Sinnhaftigkeit immer vom konkreten Einzelfall ab, aber mal vielleicht als Ideenpool…

Ich gebe hier nur zu bedenken, dass der Einsatz von QR-Codes im Falle einer Verlinkung auf Inhalte Ihrer Website unbedingt erfordert, dass Ihre Website für den mobilen Einsatz optimiert ist. Die Darstellung einer normalen Website für den Desktop-Gebrauch ist auf den Smartphone-Browsern zwar möglich, aber nicht zu empfehlen. Abhilfe kann hier der Einsatz eines Content-Management-Systems mit einem geeigneten Plugin bieten, welches eine automatische Browser-Erkennung beinhaltet und den Inhalt der Seite für den mobilen Einsatz aufbereitet darstellt. Vor allem für Ihre Verkaufsseiten (KMU) und Seiten zur Online-Spende (bei Non-Profit-Organisationen) ist dies unabdingbar. Falls Sie hierzu Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an.

Doch nun zu den konkreten Einsatzmöglichkeiten:

  • Versehen Sie Ihre Kundenanschreiben oder Fundraising Anschreiben im Briefkopf, der Fusszeile oder auch im Textfluss mit einem spezifischen QR-Code, z.B. mit einem Projektbericht, für den Sie Spender akquirieren möchten oder ein besonderes Angebot, das Sie bewerben möchten.
  • Integrieren Sie QR-Codes in Ihre Printmedien wie z.B. Mitgliederbroschüren oder Kundeninformationen.
  • Stellen Sie Aufsteller mit QR-Codes auf Messen oder Fundraising Events auf oder legen Sie Flyer mit entsprechenden Codes aus. Der Code könnte beispielsweise auf ein besonderes Messe-Angebot oder auf eine mobile Spenden-Seite verlinken.
  • Präsentieren Sie Ihren Kunden in der Kassenschlange einen QR-Code, der zu einem lustigen Video oder einem speziellen Sonderangebot führt, um den Kunden die Wartezeit gefühlt zu verkürzen.
  • Binden Sie auf Ihren Flächen (Ladenzeilen, Schaufenstern, Werbebannern, usw.) interessanten Inhalt von Kooperationspartnern ein, für die Sie entweder eine Miete oder eine Provision erhalten. Achtung: Dies sollte natürlich nicht zu aufdringlich erfolgen, sonst erzielen Sie den genau entgegengesetzten Effekt!
  • Versorgen Sie in Museen, Kunsthallen, Zoos oder Tiergehegen Ihre Besucher mit weiterführenden Informationen direkt an den einzelnen Exponaten oder im Katalog.
  • Bedrucken Sie Eintrittskarten zu Konzerten, Seminaren oder anderen Veranstaltungen mit QR-Codes von Kooperationspartnern (wiederum gegen Miete oder Provision) oder natürlich zu Ihren eigenen Inhalten.
  • Nutzen Sie Veranstaltungen im Freien (z.B. Sportevents, Kundgebungen, Versammlungen, o.ä.) mit grossen Spruchbändern oder Banden für die Unterbringung von QR-Codes, um zusätzliche Informationen für Interessenten bereit zu stellen.
  • Werben Sie für Ihre Organisation oder Ihr Geschäft auf verfügbaren Flächen z.B. auf Flughäfen, auf dem Hochschulcampus oder in der S-Bahn.
  • Und zu guter Letzt verschenken Sie mit QR-Codes bedruckte Tassen, T-Shirts, Caps, Pins oder Visitenkarten an bestehende Kunden (zur Kundenpflege), potenzielle Kunden (zur Akquise), Geschäftspartner, Vereinsmitglieder, an Infoständen an Passanten, an Spender, usw. Die Liste könnte man noch ziemlich lange weiterführen.

Dies alles sind nur ein paar Beispiele, die mir spontan eingefallen sind. Es gibt noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten für QR-Codes und durch den rasanten Anstieg von Smartphone-Benutzern wird diese „Werbeform“ auch zunehmend interessanter.

Generell kann man sagen, dass sich QR-Codes immer dort anbieten, wenn man auf der relevanten „Werbe“-Fläche nur begrenzten Platz zur Verfügung hat (oder sie sehr teuer ist), man aber den Lesern noch viel mehr wertvolle Hintergrundinformationen oder andere spezifische Inhalte zur Verfügung stellen möchte. Sie schaffen durch die Neugier der Menschen einen Anreiz, den referenzierten Inhalt nahezubringen und dadurch tieferes Interesse zu Ihrem Geschäft oder Ihrer Organisation zu wecken.

Ich hoffe, dass diese Tipps für Sie nützlich sind und Sie dadurch Ihre Unternehmensziele oder Organisationsgrundsätze unterstützen können. Falls Sie Bedarf an weiterer Beratung zum Thema QR-Codes oder generell Social Media Marketing haben, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.

Ich würde mich ebenfalls sehr über Rückmeldungen zu erfolgten QR-Code-Kampagnen freuen, hinterlassen Sie mir gerne einen Link oder einen Bericht in den Kommentaren. Vielen Dank!

Studie: Auch kleine und mittlere Unternehmen verstärken in 2012 die Social Media Aktivitäten

Vom Marktforschungsinstitut Psyma Research & Consulting wurde eine Studie „Mittelstand und Werbung 2011“ (Download) unter 150 Unternehmen der Branchen Hotel und Gastronomie, Handwerk, Fachmedizin sowie Immobilien- und Versicherungsmakler zum Thema Lokales Marketing bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland durchgeführt. Im Ausblick auf 2012 kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass lokales Marketing gerade für KMU deutlich an Bedeutung gewinnen wird und die Investitionen in diesem Segment signifikant ansteigen werden. Bereits letztes Jahr konnte eine Steigerung der Budgets bei regional tätigen Unternehmen und Dienstleistern verzeichnet werden und dieser Trend setzt sich nun auch in 2012 fort. Lokale KMU erkennen somit den Nutzen der regionalen Werbung verstärkt an und setzen auch insgesamt eine breitere Palette an Werbemitteln ein. Im Gegensatz zu den Vorjahren geben nun bereits über ein Drittel der Unternehmen an, dass Online-Marketing eine grössere Bedeutung in ihrem Marketing-Mix einnehmen wird, dies ist ein Zuwachs von über 30% im Vergleich zum Vorjahr. 76% der Befragten setzen bereits auf Online-Marketing – auch regional.

Doch es gibt bei den betrachteten Branchen auch deutliche Unterschiede im Einsatz der Werbemittel: Hotels, Gastronomie und Makler bedienen sich am häufigsten digitaler Marketingmittel, während diese Werbeform für Handwerker und Ärzte noch weitgehend unbedeutend ist. Hier steckt noch viel Potenzial, denn auch diese Branchen sind dem lokalen Wettbewerb ausgesetzt und wer die Zielgruppe am besten erreicht, wird auch in Zukunft seine Umsätze zumindest halten können.

Die Studie liefert auch Aufschluss über die Verwendung von Verzeichnissen: Waren in der Vergangenheit die gedruckten Branchenbücher in der Beliebtheit der Werbemittel deutscher KMU noch vorne, so lösen nun erstmals Online-Verzeichnisse die klassische Form ab. In der Regel bedeutet es eben einen deutlich geringeren Aufwand und Kosten, das Unternehmen in einem Online-Verzeichnis zu registrieren, als eine Print-Vorlage für ein gedrucktes Branchenverzeichnis zu erstellen und einzureichen. Hinzu kommt, dass die Reichweite eines Branchenverzeichnisses auf die Auflagenzahl beschränkt ist, wohingegen ein Online-Eintrag theoretisch von allen Internet-Nutzern gefunden und wahrgenommen werden kann.

Doch zeigt die Studie auch ziemlich deutlich die Defizite des deutschen Einzelhandels und Mittelstandes auf. Diese Unternehmen sind im sog. Web 2.0 noch sehr zögerlich vertreten und haben die Chancen einer Positionierung in den Social Media Kanälen noch nicht für sich entdeckt. So ist zum Beispiel die Quote der Unternehmen, die Social Media für ihr Marketing berücksichtigen (möchten), mit gerade einmal 12% sehr gering. Überhaupt sind gerade einmal ein Drittel der befragten Unternehmen bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken registriert, was einem recht mageren Zuwachs von 5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Hinzu kommt, dass die Nutzung der Accounts zumeist nur für private Zwecke erfolgt und die Vermarktung des Unternehmens noch sehr zögerlich betrieben wird. Doch die Studie zeigt auch, dass ein immer grösserer Anteil der Befragten der Überzeugung ist, dass soziale Netzwerke eine zunehmend bedeutende Rolle im Unternehmensmarketing und vor allem auch in der Kundenkommunikation spielen wird. Darüber hinaus sehen viele Unternehmen den Nutzen und die Notwendigkeit von sog. Viral Marketing (Empfehlungsmarketing) gegeben, jedoch nehmen erst 16% der befragten Unternehmen positive (wie auch negative) Kundenbewertungen aus Online-Bewertungsportalen aktiv in ihrer Marketingstrategie auf.

Als Hauptgrund für die zögerliche Haltung der Social Media Nutzung wird überwiegend die aufwändige Erfolgskontrolle der Massnahmen angeführt. Fast 60% der Befragten verzichten deshalb gänzlich auf eine ROI-Analyse, obwohl meist ein nicht unerhebliches vierstelliges Budget investiert wird. Dadurch liegen den Unternehmen keine Erkenntnisse über die Wirksamkeit ihrer Massnahmen vor. Zumeist ist diese Zurückhaltung allerdings auf einen ungenügenden Informationsstand zurückzuführen, da es mittlerweile durchaus geeignete Tools zur Unterstützung der Erfolgskontrolle in Social Media gibt. Oft fehlt es in den Chefetagen der KMU am Verständnis, welcher Zeitaufwand für die Erfolgsmessung kalkuliert und wie überhaupt sinnvoll und effizient gemessen werden muss.

Die Studie belegt somit recht deutlich, dass deutsche KMU einer Bereitschaft zur vermehrten Aktivität in Social Media Kanälen weniger zurückhaltend gegenüber stehen würden, wenn sie umfassender über dieses Medium informiert wären. Es wird in 2012 eine der grössten Herausforderungen der Social Media Agenturen sein, dieses Informationsdefizit abzubauen und damit die Hemmschwelle zum Einstieg in Online-Marketing und Kundenkommunikation, fokussiert auf den lokalen Markt der Unternehmen, zu senken.

Im Raum Kiel, Hamburg und Schleswig-Holstein berät pfa:nder Consulting gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie Non-Profit-Organisationen im Umgang mit Social Media und führt mit ihnen eine umfassende Bestandsanalyse durch. Diese bildet anschliessend die Grundlage für eine Social Media Strategie basierend auf den individuellen Unternehmenszielen.