Twitter stand ja lange Zeit im Ruf, zwar bekannt zu sein, aber so richtig wussten nur wenige etwas damit anzufangen. So waren die Steigerungen der Nutzerzahlen in den vergangenen Jahren eher als moderat zu bezeichnen. Dich nun scheint sich, einem Trend aus den USA nachfolgend, die Erkenntnis auch in Deutschland durchzusetzen, dass Twitter ein wichtiger Teil der Social Media Strategie sein sollte.
Wie steht es eigentlich mit der Verlinkung deutscher Unternehmenswebseiten zu ihren Social Media Kanälen? Wie sollte man das überprüfen ausser durch eine manuelle Kraftleistung? Das Karlsruher Internet Startup echobot hat sich dieser Mission angenommen und dabei in einer unglaublichen Leistung 125.000 vorwiegend deutsche Unternehmenswebseiten darauf untersucht, ob es eine Verlinkung zu den jeweiligen Social Media Kanälen der Unternehmen gibt.
Herausgekommen ist dabei ein eher ernüchterndes Ergebnis, wonach nur ca. 16% der untersuchten Webseiten eine Verlinkung zu irgendeinem Social Media Profil des Unternehmens auswiesen. Eingeschlossen in die Untersuchung waren die wohl bekanntesten und grössten Netzwerke Facebook, Twitter, Google+ und YouTube. Als ich das folgende Schaubild zuerst betrachtete, dachte ich an einen Druckfehler oder dass ich die Legende nicht verstanden hätte. Solch eine niedrige Quote hätte ich nicht erwartet. Wenn die Unternehmen schon Facebook Pages oder andere Unternehmenspages betreiben, warum werden diese dann nicht auf der Webseite beworben?
Mit einem Promotion-Video versucht Facebook derzeit, den Anlegern den geplanten Börsengang schmackhaft zu machen. Ebenfalls hierzu passen die vor einigen Tagen von Facebook im offiziellen Börsengang-Papier selbst veröffentlichten neuesten Zahlen zur Nutzung des Social Networks:
Die 900-Millionen-Marke ist geknackt: im April haben sich erstmals 901 Millionen Menschen Nutzer mindestens ein Mal im Monat in die Facebook Plattform ein
3.2 Milliarden “Gefällt mir” und Kommentare werden täglich erzeugt
Vielen Internetnutzern der früheren Stunden dürfte WordPress noch als Blog-Software bekannt sein. Dass sich das System in den letzten Jahren aber zum vollwertigen Content-Management-System gemausert hat mit zig Millionen Installationen weltweit, dürfte für so manchen neu sein. Mittlerweile werden selbst grössere Unternehmenswebsites auf Basis von WordPress betrieben. Auf wpmu.org finden sich einige bemerkenswerte Zahlen zu WordPress, welche ich hier kurz vorstellen möchte. Die Zahlen beziehen sich auf Erhebungen aus dem April 2012.
Die aktuelle Version WordPress 3.3 wurde bisher 12 Millionen Mal heruntergeladen. Der Tag der Veröffentlichung dieser Version war der 12. Dezember 2011. Das bedeutet, dass durchschnittlich pro Tag 105.263 Downloads erfolgten. Natürlich sagt das noch nichts über die letztendliche Anzahl der tatsächlichen Installationen aus, da WordPress bei vielen Webhostern über sog. One-Click-Installs installiert werden kann, aber unter diesem Aspekt ist davon auszugehen, dass die Zahl der Installationen eher noch höher ist. Continue reading “WordPress an der Spitze – einige Zahlen zur Verbreitung” »
In den (Un-)Tiefen des Internets kursieren mittlerweile unzählige Infografiken, so auch diese hier über den besten Zeitpunkt und den besten Content bei Pinterest.
Bester Zeitpunkt zum Übermitteln von Inhalten an Pinterest ist demnach anscheinend tagsüber zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. Nachts sollen Pins zwischen 20:00 und 01:00 Uhr die beste Wirkung erzielen. Stellt sich mir nur die Frage, wer sich um Mitternacht noch irgendwelche Pins anschaut. Aber ok… (Die verschiedenen Zeitzonen lasse ich hier mal ausser Betracht.)
Pins mit einem Aufruf zu Aktivität steigern die Interaktion scheinbar um 80%.
Dahingegen erfahren Do-it-yourself Beiträge, Tutorials oder Rezepte nur eine Steigerung der Aktivität um 42%. Wobei ich der Ansicht bin, dass es sich hier um den Inhalt mit dem höchsten Mehrwert handelt.
Spitzenreiter in Sachen Aufmerksamkeit erhaschen sind der Grafik zufolge jedoch Pins zu aktuellen Themen. Wer hätte das gedacht…
Gestern wurde bekannt, dass Facebook den beliebten Social Media Dienst Instagram für 1 Milliarde USD gekauft hat. Die Gründer von Instagram hatten dies auf ihrem Blog ebenfalls angekündigt.
Viel Aufregung ist dadurch im Netz entstanden, ob dieser Kaufpreis nicht völlig überzogen sei und dies ein weiteres Beispiel der neuen Blase der Techfirmen-Übernahmen ist, welche seit einiger Zeit durchgeführt werden.
Bei Statista gibt es nun eine Grafik, die die Kosten vergangener Tech-Übernahmen auf den Preis pro User herunterbricht – und dabei kommt der Facebook-Instagram-Deal noch lange nicht am schlechtesten weg.
Die Zukunft wird jedoch zeigen, ob dies für Facebook gewinnbringend umgesetzt werden kann oder ob sich einfach für teuer Geld ein Spezial-Know-How eingekauft wurde, welches dann im eigenen System aufgeht. Sowohl Facebook als auch die beiden Gründer beteuern zwar, dass Instagram als Marke bestehen bleibt, aber warten wir mal ab…
Eigentlich wollte ich nicht schon wieder einen Artikel über Pinterest schreiben, aber die aktuelle Entwicklung, die durch die folgende Infografik verdeutlicht wird, rechtfertigt denke ich eine erneute Darstellung.
Bei Pinterest können Nutzer Bilder mit zugehörigen Beschreibungen an eine virtuelle Pinnwand heften, allgemein auch “pinnen” genannt – deswegen auch der Name des Netzwerks. Die Nutzer haben die Möglichkeit, anderen “Pinnern” zu folgen, um deren Updates hervorgehoben zu erreichen. Das Interessante an Pinterest ist, dass das Netzwerk, im Gegensatz zu Google+, dessen Nutzer zu zwei Dritteln Männer sind, überwiegend von Frauen genutzt wird. Wahrscheinlich werden Frauen von der stark visuell geprägten Aufmachung und den zumeist hochwertigen Bildern doch eher angesprochen als der analytische, textfixierte Mann. – Kleine Anmerkung: das ist natürlich meine subjektive Verallgemeinerung :-).
…dass die VZ Netzwerke (StudiVZ, SchülerVZ) die Social Media Landschaft beherrschten und alle jungen Leute sich darin ausgetauschten. Damals musste man einen abcVZ Account haben, um sich mit seinen Freunden zu treffen und über die News zu sprechen. Mittlerweile sicht die Realität anders aus und der “neue” Platzhirsch ist, wie könnte es anders sein, Facebook. Dabei ist es eigentlich noch gar nicht so lange her, dass Facebook noch hinter VZ lag. Vor gerade einmal einem Jahr fand die Trendwende statt und der stetige Fall der VZ Netzwerke ging einher mit dem rasanten Aufstieg von Facebook.
Anfang 2011 lag die durchschnittliche monatliche Besucherdauer je Unique Visitor aus Deutschland noch bei 196 Minuten in den VZ Netzwerken, in Facebook hingegen mit 155 Minuten noch darunter. Schaut man sich die Zahlen heute an, so hat sich die Aufenthaltsdauer mit 383 Minuten bei Facebook mehr als verdoppelt, während sich die Dauer bei VZ nahezu um 2/3 reduziert hat. Wenn diese Entwicklung anhält, dürfte VZ in absehbarer Zukunft in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
Gründe für diesen Zustand wird es viele geben, angefangen von der rasanten technischen Entwicklung von Facebook mit Apps, Open Graph oder Timeline und der Statik von VZ bis hin zur Internationalisierung von Freundschaften und Geschäftsbeziehungen. Ich war in meinem StudiVZ-Account jedenfalls seit vielen Monaten nicht mehr drin, wohingegen ich Facebook täglich besuche…
Es ist ja schon sehr interessant, wie lange Besucher sich in den verschiedenen Sozialen Netzwerken aufhalten. Bei Statista gibt es nun eine grafische Auswertung der Aufenthaltsdauer bei Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn, Pinterest und Tumblr (für Nutzer in den USA).
Die Grafik sieht jetzt nicht sehr spektakulär aus, bietet aber dennoch ein paar interessante Informationen:
Natürlich führt Facebook die Statistik an. Doch im letzten Jahr ist ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen. Wenn die Entwicklung so anhält, fällt die Verweildauer noch unter die von Tumblr.
Der Newcomer Pinterest hat sich bereits Platz 2 gesichert. Scheint das Geschäftsmodell doch zu funktionieren?
LinkedIn ist bei den analysierten Zahlen sehr konstant.
Google+ hat den Durchbruch noch nicht geschafft und dümpelt mit gerade einmal knapp 2 Minuten und 23 Sekunden auf dem letzten Platz der Statistik herum.
Ich persönlich kann das schlechte Abschneiden von Google+ nicht nachvollziehen. Die Weboberfläche und die mobile App sind gut, das Prinzip der Circles durchdacht, nur leider fehlt es dem Netzwerk eben an aktiven Usern. Eigentlich erstaunlich, warum Google mit all seiner Macht es nicht schafft, mehr Nutzer in das Netzwerk zu ziehen. Wobei mit der (stärkeren) Indexierung von Google+ Seiten und der Integration in die Suchergebnisse ja schon Anstrengen in diese Richtung getan wurden. Es bleibt abzuwarten, ob Google+ irgendwann den Kinderschuhen entsteigt und Facebook eine echte Konkurrenz bekommt.
Oder sind Sie anderer Ansicht? Dann freue ich mich auf einen Kommentar..