Welche Marken mussten in der Vergangenheit die geballte virale Macht oder bzw. den Ärger der Konsumenten zu spüren bekommen? Die folgende Infografik liefert hierauf einige Beispiele, bei denen die Unternehmen traurige Berühmtheit erlangten. Darunter sind wohlklingende Namen wie die Bank of America, GoDaddy oder Versace. Leider sind keine deutschen Unternehmen dabei. Kennen Sie Beispiele, wo die Kunden ein Unternehmen zu einer anderen Entscheidung gezwungen hatten? Ich würde mich über einen Kommentar hierzu freuen…
Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass Social Media nicht nur eine Modewelle ist, die bald wieder verebbt sein dürfte. Die stetig wachsenden Benutzerzahlen der Sozialen Netzwerke sind ein Indiz dafür, dass dieses Feld der Kommunikation eine Bedeutung erreicht hat, die nicht ungenutzt sein darf. Seiten wie Facebook, Twitter, YouTube oder Google+ sind mittlerweile Teil des täglichen Lebens. Die Benutzer verbringen signifikant Zeit in den Netzwerken zur Pflege ihrer Beziehungen oder auch zur Informationsgewinnung. Die Firmen machen es seit einiger Zeit mit der Einrichtung von Facebook oder Google+ Unternehmensseiten vor (Twitter wird diese Möglichkeit in Kürze auch bieten) und schaffen somit einen direkten Kontakt zu Menschen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und darüber Neuigkeiten erfahren möchten. Im Non-Profit-Bereich wünschen sich mittlerweile auch Spender ein verstärktes Engagement der Organisationen, an die sie ihre Spenden richten.
Immer noch sind Non-Profit-Organisationen sehr skeptisch, was den Eintritt in die Social Media Welt angeht. Kleine Non-Profits, die mit sehr begrenzten Budgets haushalten müssen, stehen einem Engagement in Form von Zeit, Kosten und Arbeitskraft in Plattformen eher ablehnend gegenüber, bei denen eine Erfolgsmessung (Return on Investment) relativ schwierig ist und meist nicht in absoluten Zahlen beziffert werden kann.
Es ist wahrscheinlich schwierig, einem sparsamen Vorstand die Aktivität und die Zeit in sozialen Plattformen zu erläutern und Ihrem Chef gegenüber zu begründen, wenn etwa das Projekt mit sinkenden Spendeneinnahmen oder geringerer Unterstützung durch Ehrenamtliche zu kämpfen hat, Ihre angebotenen Leistungen hingegen verstärkt nachgefragt werden.
Nachfolgend möchte ich 10 Gründe angeben, warum sich ein Engagement in Social Media für Non-Profit-Organisationen auch – oder gerade – in solchen Phasen lohnt:
1. Sie haben etwas zu sagen
Sie kümmern sich um Ihre Aufgabe, empfinden Leidenschaft bei dem, was für andere vielleicht ein besseres Leben bedeutet und sind zuversichtlich, dass Ihre Arbeit bei anderen anerkannt wird. Warum also nicht den Menschen, denen Ihre Arbeit wichtig ist – und denen, die Ihre Arbeit vielleicht im Moment noch nicht wertschätzen – darüber erzählen und Einblicke darin gewähren?
2. Ihre Unterstützer sind bereits in Social Media
Wenn Sie beginnen, sich in Social Media zu engagieren, werden Sie schnell feststellen, dass es viele Menschen gibt, die Sie bereits unterstützen. Sprechen Sie mit Ihnen und machen Sie deutlich, welche enorme Wirkung die Unterstützung Ihrer Arbeit hat.
3. Potenzielle Unterstützer sind in Social Media
Facebook hat weltweit über 800 Millionen Benutzer, in Deutschland sind es allein ca. 21 Millionen Nutzer (Stand 11/2011). Twitter verfügt in Deutschland über ca. 500.000 aktive Nutzeraccounts (Stand 02/2011). Diese Zahlen lassen sich beliebig für alle Sozialen Netzwerke fortführen. Seit Jahren verzeichnet man dort einen ungebremsten Benutzeranstieg. Waren vor ein paar Jahren nur die „Freaks“ online, so ist es mittlerweile auch z.B. die Gruppe der 40-60 jährigen mit einem nicht unerheblichen Anteil. Social Media ist zum „Breitensport“ geworden und bietet somit ein Potenzial für alle Geschäftsbereiche. Und mit ziemlicher Sicherheit sind auch Menschen dabei, die Ihre Arbeit gerne unterstützen möchten – wenn sie nur davon wüssten.
4. Sie können Ihre Aussenwirkung überwachen
Es gibt diverse Methoden, wie Sie mittels der Aktivitäten anderer Nutzer auf Ihren Social Media Profilen die Akzeptanz und die Aussenwirkung Ihrer Organisation oder Ihres Projekts messen. Diese Erkenntnis kann zwar manchmal nicht wie gewünscht ausfallen, doch dann haben Sie einen Ansatzpunkt, um entsprechend zu handeln oder gegenzusteuern. In Sozialen Netzwerken sind Menschen zumeist ehrlicher als in einem persönlichen Gespräch, sodass die Rückmeldungen, die Sie von Ihren Besuchern erhalten ein gutes Indiz für die Wertschätzung Ihrer Arbeit nach Aussen hin ist.
5. Sie können Autorität aufbauen
Mit dem Twittern oder Posten von Informationen über Ihre Arbeit und der Verbreitung von Wissen zu Ihrer Mission werden Sie nicht nur eine Leidenschaft hervorrufen, sondern verschaffen sich auch einen Expertenstatus auf Ihrem Gebiet. Dieses Expertenwissen ist es, was andere Menschen dazu bringt, Ihre Beiträge zu lesen und mit Ihnen in die Kommunikation einzusteigen. Vielleicht ergeben sich daraus auch Anfragen von Journalisten oder anderen Bloggern, die nach einer glaubwürdigen und etablierten Meinung auf diesem Gebiet suchen und eine Nutzung Ihrer Inhalte auf anderen Blogs oder Medien anfragen – wodurch Sie wiederum eine vergrösserte Zielgruppe erreichen.
6. Sie können Ihren Unterstützern berichten – in Echtzeit
Neben der Möglichkeit, andere Unterstützer für Ihr Projekt zu gewinnen, können Sie Ihren bestehenden Unterstützern und Ihrer Nutzergemeinde unverzüglich über Fortschritte oder Erfolge Ihrer Arbeit berichten. Wurde beispielsweise Menschen mit Behinderung eine Räumlichkeit mit Therapiegeräten eingerichtet, die durch Spenden finanziert wurden oder dass der diesjährige Flohmarkt 750 EUR eingenommen hat, der von den Ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins abgehalten wurde, dann ist das doch eine Meldung wert. Diese tollen Erfolge können Sie ohne zeitlichen Verlust in Wort UND Bild (oder auch sogar mit Videos) an Ihre Nutzer übermitteln und Ihnen so das Gefühl geben, dass die Unterstützung genau da angekommen ist, wo sie ankommen sollte. Und Sie müssen nicht auf den vierteljährlichen Newsletter oder die Mitgliederzeitung warten – und haben auch nicht das direkte Feedback der Empfänger!
Ebenso wie Erfolgsmeldungen können Sie Ihren Nutzern aber auch Termine und besondere Ereignisse (kostengünstig) mitteilen, für die Sie sonst eine Anzeigenkampagne hätten starten müssen.
7. Wertschätzen Sie Ihre Ehrenamtlichen und Spender
Dank Twitter, Facebook oder jedem anderen Netzwerk können Sie Ihre Freiwilligen und Spendern wie Helden erscheinen lassen, in dem Sie gezielt die Aufmerksamkeit auf besondere Unterstützung richten und diesen Einsatz für Ihre Arbeit in Ihrem gesamten Netzwerk wertschätzen. Auch hier gibt es keine Notwendigkeit, bis zum Frühjahr-Newsletter zu warten, sondern Sie haben die Möglichkeit, anlassbezogen sofort Rückmeldung geben zu können.
8. Sie können Menschen auf aktuelle Bedürfnisse aufmerksam machen
Folgendes Szenario: Das Haus zur Betreuung von alleinerziehenden Müttern in Not veranstaltet einen Weihnachtsbasar, bei dem sich die Bewohner Spielzeug-Geschenke für die Kinder kostenlos abholen können. Es gibt nur ein Problem – es wurden nicht genügend Geschenkespenden abgegeben.
Dieses Szenario ist natürlich ein Alptraum für Ihre Organisation. Sie können nicht auf den nächsten Newsletter warten, Ihre Mitglieder direkt anzuschreiben ist viel zu teuer und wahrscheinlich haben diese bereits ihre Spende geleistet und Sie sollten sie nicht noch einmal mit einer Spendenanfrage strapazieren. Auch die Medien würden das Thema in der gebotenen Eile nicht aufnehmen. Was nun? Sie können Ihren Hilferuf – sogar mit einer genauen Ortsangabe des in Not befindlichen Hauses – ganz einfach in Ihren Sozialen Netzwerken öffentlich platzieren und durch sog. Viral Marketing (vergleichbar der Mund-zu-Mund-Propaganda) um Hilfe bitten. Ihre Mitglieder und Spender werden diesen Aufruf aufgrund Ihrer Bitte wiederum in die eigenen Netzwerke transportieren und so wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der Weihnachtsbasar doch noch mit glücklichen Kinderaugen enden.
9. Erzeugen Sie Begeisterung und Aufregung für Ihr (Fundraising) Event
Die Menschen überschlagen sich, nur um bei Ihrem Event dabei zu sein und massenweise Geld für Ihre Arbeit zu spenden… Schade. ÄsLeider entspricht dies zumeist nicht der Realität und ist frommes Wunschdenken.
Sozial Media kann Ihnen helfen, einen „Hype“ rund um Ihr Event aufzubauen. Er kann Menschen dazu bringen, Ihr Event zu besuchen und das Interesse der Medien zu wecken. Oder Sie schärfen damit die Aufmerksamkeit von Ladenbesitzern, die entweder dieses Event in irgendeiner Weise sponsern oder sogar mit Ihnen kooperieren möchten.
10. Sie können Beziehungen zu Journalisten und Bloggern aufbauen
Viele Journalisten, Blogger und Menschen, die in den Medien arbeiten sind selbst aktiv in den Sozialen Netzwerken vertreten und scannen fortwährend die Informationen nach interessanten Geschichten oder Aufmachern. Wenn Sie diese Personen unterstützen und Ihnen „Futter“ bieten, wird dies dazu beitragen, dass Sie vermehrt um Artikel über Ihre Arbeit oder fundierte Informationen zu Ihrem Expertenthema angefragt werden und somit Ihre Arbeit weiter verbreitet wird. Sie erhalten damit quasi kostenlose Öffentlichkeitsarbeit.
Wie Sie sehen gibt es diverse Gründe dafür, warum sich auch Non-Profit-Organisationen in den Social Media engagieren sollten. Wahrscheinlich werden Sie nun sagen, dass Sie keine Zeit haben, um sich in diese Themen tiefergehend einarbeiten zu können. In diesem Fall kann Ihnen eine Social Media Beratung helfen, welche Sie bei der Festlegung Ihrer Ziele sowie bei der Ausarbeitung einer individuellen Social Media Strategie unterstützen kann. Auch die Nachverfolgung der gesetzten Ziele (Monitoring) oder die Unterstützung bei praktischen Aktivitäten kann Bestandteil dieser Dienstleistung sein. Für Organisation und Vereine in Kiel und Umgebung würde ich Ihnen gerne dabei helfen, Ihr Profil nutzenbringend in den Sozialen Netzwerken zu platzieren und voranzutreiben. Schreiben Sie mir zum Kontakt gerne eine Email.
Wie in meinem facebook Post heute nachmittag angekündigt, möchte ich nun ein paar mehr Informationen zur neuen Facebook Timeline vorstellen.
Wie bereits geschrieben, ist gestern das Roll-Out der Timeline gestartet, vorerst nur für User in Neuseeland. Warum Neuseeland, werden sich einige fragen? Ich denke deswegen, weil Neuseeland eine recht begrenzte Anzahl User hat und die Verknüpfungen nicht all zu weit in die Welt hineinreichen dürften. Dies bietet sich also ideal als “Testgebiet im Produktionsbetrieb” an. Aber der Rest der Welt wird wohl bald folgen, sodass auch die deutschen Facebooker schon mal gespannt sein dürfen, wie ihre Timeline aussieht.
Die Timeline wird zu dem Zweck eingeführt, das gesagmte bisherige Leben, soweit es auf Facebook verfügbar ist, anschaulich zu dokumentieren. Am besten wird die neue Timeline durch Fotoslideshows beschrieben, die hier bei Mashable anzuschauen sind
The New Facebook Profile: Timeline
Timeline is a radical departure from previous versions of the Facebook user profile. The most prominent feature is the addition of a cover photo at the top of the page. Users can change this to whatever they’d like it to be.
Ebenso ist auf Mashable eine Bilderschau zu öffnen, die aufzeigt, wie die Timeline zu pflegen und zu befüllen ist. Bilder sagen mehr als Worte, deswegen schaut bitte selbst.
Es gibt von facebook ebenfalls eine About-Page zur Timeline, auf der ebenfalls viele Informationen zu finden sind: http://www.facebook.com/about/timeline
Abschliessend das offizielle Promotion-Video für die Timeline von facebook:
Ich habe gerade einen interessanten Blogartikel gelesen, der sich mit der Frage beschäftigt, ob es überhaupt eine übergreifende Definiton von Social Media gibt.
Wenn man x Menschen nach einer Definition von Social Media fragt, bekommt man aller Voraussicht nach auch x verschiedene Antworten. Dies spiegelt die Komplexität des Themas wieder und zeigt die Herausforderungen, vor denen die Unternehmen momentan stehen. Wenn man nicht mal genau weiss, was etwas ist, wie soll man sich dann erfolgversprechend darum kümmern?
In dem Blogpost von The Social Media Guide werden 50 mehr oder minder verschiedene Definitionen von Social Media aufgezählt. Lesen Sie sich diese ruhig einmal durch, die Vielfalt ist faszinierend:
About.com – Media is an instrument on communication, like a newspaper or a radio, so social media would be a social instrument of communication
Affilorama - Social media is content created and shared by individuals on the web using freely available websites that allow users to create and post their own images, video and text information and then share that with either the entire internet or just a select group of friends
AG Communications Group – Social media essentially is a category of online media where people are talking, participating, sharing, networking, and bookmarking online
Answers.com – The online forms of communicating to the masses, which include blogs, microblogs, social networking sites and podcasts
BlackBox Social Media – Social media is any online media platform that provides content for users and also allows users to participate in the creation or development of the content in some way
Briancee - Social Media is the sharing of user (human) created information and interacting on-line using Internet technology
Brian Solis – Social Media is the democratization of information, transforming people from content readers into publishers. It is the shift from a broadcast mechanism, one-to-many, to a many-to-many model, rooted in conversations between authors, people, and peers
Common Craft – Social media in plain English (video)
CubixDev - Social Media is the new term for socialising online. It allows people to freely interact with each other online where-ever they are and whenever they want
Daily Blog Tips - Social media are the various forms of user generated content and the collection of websites and applications that enables people to interact and share information online
Duct Tape Marketing – Social media is the use of technology combined with social interaction to create or co-create value
Fresh Networks – Social media is people having conversations online. These conversations can take a variety of forms; for example, blogs and comments or photo sharing
Harish Dabasia – Social media is people having conversations online
Health is Social – Social Media is the meeting place between people and technology
Hudson Horizons – Social Media is often used as another term for user-generated content
iContact - An umbrella term that defines the various activities that integrate technology, social interaction, and the construction of words and pictures
Investopedia – Internet-based software and interfaces that allow individuals to interact with one another, exchanging details about their lives such as biographical data, professional information, personal photos and up-to-the-minute thought
Just Ask Kim – Social media is any media form that displays itself to an open public and encourages interaction between the host and all observers
Kyle David Group – Social media is the technological path of least resistance for two-way communication and distribution through a large audience who would otherwise be unconnected if it were not for the technological medium
Luke Hayes – Social media is a group of Internet-based applications that allow the creation and exchange of user generated content. This content is then shared through social interaction
Mahalo – Social media is content created by people using highly accessible and scalable publishing technologies. At its most basic sense, social media is a shift in how people discover, read and share news, information and content
One Zero One – Social Media, by definition, is the collection of strategies, practices and tools for communicating, creating, sharing and discussing news, information and other media online
Online Schools – Social media is technically a means for social interaction through the web
Optimize Your Web Presence – Social media are online venues, such as social networking sites, blogs and wikis that enable people to store and share information called content, such as text, pictures, video and links
Orange Soda – Social media is about interacting with and sharing information with others online
ProPR – Social media are online communications in which individuals shift fluidly and flexibly between the role of audience and author. To do this, they use social software that enables anyone without knowledge of coding, to post, comment on, share or mash up content and to form communities around shared interests
Radian6 – Social media is game changing, not a closed system, not just another media, transparent, more than blogs, decentralized and real-time and measurable
Social Media Vision – Simply refers to communication/publication platforms which are generated and sustained by the interpersonal interaction of individuals through the specific medium or tool
Squidoo - Social media also includes social networks that insist on people to come together online that shares a common interest
Tech ER – Media is an instrument of communication, like a newspaper or a radio, so social media would be a social instrument of communication
Telezent - Social media explained visually (presentation)
The Financial Brand – Social media isn’t about the media, it’s about being social
The Social Election – Social media is people talking to people online
Tjongolongo - Social Media is word of mouth on steroids
Web1Marketing - Social Media consists of media that support and encourage social interaction among user
Webgeekly - Social Media is generally any website or service that uses Web 2.0 techniques and concepts
Webopedia – A term used to describe a variety of Web-based platforms, applications and technologies that enable people to socially interact with one another online
Wikipedia - Social media are media for social interaction, using highly accessible and scalable publishing techniques
WiseGeek - Social media mainly consists of user-generated Internet content
Sie suchen nach der 50. Definition? Die erspare ich Ihnen, denn das wäre meine, aber wie Sie selbst gesehen haben, wäre es auch nur eine unter vielen…
Ich würde mich über Ihre Kommentare freuen, bei dem Thema gibt es bestimmt eine Menge unterschiedlicher Sichtweisen.
Viele Unternehmen ringen derzeit mit der Planung und Umsetzung einer Social Media Strategie. Dies liegt auf der einen Seite daran, dass Social Media kein statisches Medium ist, sondern sich ständig weiterentwickelt und andererseits daran, dass in vielen Unternehmen immer noch die Meinung vorherrscht, Social Media könne man mal so nebenbei machen. Dies ist jedoch ein fataler Irrtum. Es reicht eben nicht aus, einen Mitarbeiter mit der Betreuung der Social Media Aktivitäten zu betreuen, nur weil dieser schon ein privates Facebook-Profil hat.
Mittlerweile dringt zunehmend die Erkenntnis durch, dass Unternehmen Social Media Marketing genauso ernst angehen müssen, wie klassisches Marketing, um gegenüber den Konkurrenten noch einen Vorsprung zu haben aber zumindest nicht ins Hintertreffen zu gelangen. Der Grundstein für eine professionelle Herangehensweise ist eine Social Media Strategie. Nachfolgend sind 10 wichtige Punkte aufgezählt, die eine Social Media Strategie berücksichtigen sollte.
Identifizieren Sie Ihre Social Media Ziele Ziele müssen differenziert, messbar und erreichbar sein. Ziele, die nicht diese Kriterien aufweisen, sind für Social Media nicht geeignet. Die Ziele müssen außerdem in Ihre generelle Unternehmensstrategie passen.
Hören Sie Ihren Kunden in den Sozialen Netzwerken zu Zuhören ist extrem wichtig. Nur so bekommen Sie eine Vorstellung davon, was Ihre Kunden möchten. Stellen Sie sicher, dass Sie geeignete und zuverlässige Monitoring Tools für die diversen Social Media Kanäle haben, die Ihnen helfen, die Stimmungen im Netz in Bezug auf Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation aufzufangen. Sie können nur auf etwas reagieren, wenn Sie es vorher wahrgenommen haben.
Nehmen Sie eine aktive Rolle ein Wenn Sie sich aktiv am Geschehen in Ihren Social Media Kanälen beteiligen, werden Sie Beziehungen und Verknüpfungen aufbauen, die für Ihren Social Media Erfolg extrem wichtig sind. Brian Solis, ein weltweit anerkannter Experte für neue Medien sagt sogar: „Engage or die“ – frei übersetzt „Mitmachen oder zugrunde gehen“. Diese Aussage beruht auf der Tatsache, dass nun im 21. Jahrhundert die Wirtschaft zunehmend kundenorientiert und nicht mehr profitorientiert aufgestellt werden muss. Wenn Sie Ihre Kunden und deren Bedürfnisse kennen, und entsprechend handeln, wird sich Profit einstellen.
Reagieren Sie zeitnah auf Kundenbeschwerden Die Antwortzeiten vom Kundenservice ist eine extrem heikle Sache für Unternehmen, die ernst genommen werden möchten. Je kürzer die Antwortzeiten sind, umso zufriedener sind die Kunden. Auf der anderen Seite dürften nur die wenigsten Kunden eine Antwort mitten in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen erwarten. Sollten Sie dafür dennoch bereit sein, umso besser. Die Strategie des 21. Jahrhundert muss darauf fokussiert sein, einen zufriedenen Kunden so lange wie nur irgend möglich im Ökosystem Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation zu halten.
Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in Social Media Social Media klingt so einfach, hier ein paar Klicks und dort ein Statusupdate oder ein Artikel. Doch das ist längst nicht alles. Ihre Mitarbeiter benötigen eine gute Grundlage, um sich den Gepflogenheiten der verschiedenen Plattformen anzupassen und entsprechend in Ihrem Namen bzw. dem Namen der Firma zu agieren. Hierfür sollen Social Media Guidelines für die Mitarbeiter erarbeitet werden. Ebenso wichtig ist der sichere Umgang mit den diversen Tools, die bei der Arbeit und beim Monitoring unterstützen.
Identifizieren Sie Potentiale in Ihrer Firma Der beste Repräsentant in Social Media für Ihre Firma muss nicht zwingend aus der PR-Abteilung kommen. Gehen Sie auf die Suche nach Mitarbeitern, die bereits sicher mit Social Media umgehen und ermutigen diese, eine zentrale und führende Rolle in der Verwirklichung der Unternehmensstrategie zu spielen.
Identifizieren Sie Ersteller von Inhalten Eine erfolgreiche Social Media Strategie beinhaltet guten Content (Inhalt). Lesenswerter und nachhaltiger Content bedarf Leuten, die in der Lage sind, diesen zu schreiben und zu pflegen. Wenn Sie diese Leute nicht in Ihr Team bekommen, wird eine erfolgreiche Strategieumsetzung sehr schwierig. Wichtig ist außerdem noch ein Gespür dafür, wann welcher Content veröffentlicht werden soll, denn nicht jede Nachricht in für jeden Zeitpunkt passend. Gute Inhalte verschaffen Ihren Kunden Mehrwert, welcher dazu beiträgt, dass diese sich gerne und oft bei Ihnen aufhalten und Vertrauen aufbauen.
Identifizieren Sie relevante Kanäle Es gibt dutzende, wenn nicht gar hunderte unterschiedliche Social Media Kanäle. Diese alle gleichermaßen bedienen zu wollen, ist praktisch unmöglich oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden. Analysieren und identifizieren Sie diejenigen Kanäle, wo sich Ihre Kunden am meisten aufhalten und starten Sie dort Ihr Engagement. Erfahrungsgemäß sind dies Facebook, Twitter, YouTube, Xing (LinkedIn für den englischsprachigen Raum) und spezielle Nischenblogs oder –foren. Um Ihren Mitarbeitern Sicherheit im Umgang mit den Netzwerken zu geben, sollten verbindliche Regelungen in einer Social Media Policy entwickelt und gelebt werden.
Messen ist Wissen und Wissen ist entscheidend Setzen Sie an geeigneten Punkten Ihrer Prozesse sogenannte KPI’s (Key Performance Indicator = Leistungskennzahlen), um die Entwicklung und den Erfolg (oder Misserfolg) Ihrer Strategieziele und Aktivitäten zu messen. Nur dadurch können Sie identifizieren, ob Sie Ihre Strategie weiterverfolgen sollen oder an der einen oder anderen Stelle ggf. nachsteuern müssen. Andernfalls kann es sein, dass Sie viel Geld und Zeit in Aktivitäten investieren, die Ihnen nichts einbringen oder im schlimmsten Fall sogar schädlich für Ihr Unternehmen sind.
Aus Fehlern lernen, annehmen und Konsequenzen umsetzen Social Media ist ein sich ständig veränderndes und weiterentwickelndes Medium. Abgeleitet aus Punkt 9 bedeutet dies, dass Sie sich in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess befinden und je zeitnaher Sie auf Veränderungen reagieren, um so grösser ist Ihre Chance, dass Ihre Social Media Strategie zum Erfolg führt.
Sie haben nun die generellen Maßgaben für die Entwicklung einer Social Media Strategie gelesen. Wenn Ihnen einige Punkte davon unklar sind oder Sie nicht wissen, wie Sie diese aus Ihrem Unternehmenskontext heraus befüllen sollen, dann sprechen Sie mich gerne an. Durch einen offenen Dialog, unterstützt von verständlichen und strukturierten Unterlagen sowie Fragenkatalogen führe ich Sie durch die jeweiligen Schritte und erarbeite mit Ihnen gemeinsam eine auf Ihre Organisation oder Unternehmung zugeschnittene Social Media Strategie. Gerne unterstütze ich Sie auch von der ersten Bestandsaufnahme bis hin zum ersten Statusupdate auf Facebook…