Abmessungen der wichtigsten Grafiken in Social Media [Infografik]

Oft hat man guten Content zur Hand oder eine besondere Idee zur Gestaltung der Unternehmensseite in den sozialen Netzwerken. Doch welche Grösse sollten Bilder und Grafiken haben, damit sie bestmöglich in Szene gesetzt werden? Bei den vielen verschiedenen Platzhaltern für Bilder bei Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest kann man schon mal den Überblick verlieren.
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Das alles passiert in 60 Sekunden Social Media

Wer sich gefragt hat, welche oder vor allem wieviele Interaktionen in den Sozialen Netzwerken so getätigt werden, sollte mal einen Blick auf die folgende Infografik werden. Die Zahlen sind schon beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt, welche Technik und wieviel Speicherplatz bei den Firmen zur Verfügung stehen muss.
Wahrscheinlich könnte man mit dem Stromverbrauch von Facebook eine ganze Kleinstadt versorgen… Und wer schraubt eigentlich ständig die neuen Festplatten in die Racks bei YouTube? :-)

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Pinterest mit einem Zuwachs in Deutschland von knapp 3.000 Prozent

Eigentlich wollte ich nicht schon wieder einen Artikel über Pinterest schreiben, aber die aktuelle Entwicklung, die durch die folgende Infografik verdeutlicht wird, rechtfertigt denke ich eine erneute Darstellung.
Bei Pinterest können Nutzer Bilder mit zugehörigen Beschreibungen an eine virtuelle Pinnwand heften, allgemein auch “pinnen” genannt – deswegen auch der Name des Netzwerks. Die Nutzer haben die Möglichkeit, anderen “Pinnern” zu folgen, um deren Updates hervorgehoben zu erreichen. Das Interessante an Pinterest ist, dass das Netzwerk, im Gegensatz zu Google+, dessen Nutzer zu zwei Dritteln Männer sind, überwiegend von Frauen genutzt wird. Wahrscheinlich werden Frauen von der stark visuell geprägten Aufmachung und den zumeist hochwertigen Bildern doch eher angesprochen als der analytische, textfixierte Mann. – Kleine Anmerkung: das ist natürlich meine subjektive Verallgemeinerung :-).

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Pinterest – Code zum Schutz vor unerwünschtem Pinnen

Gerade ist auf spiegel.de ein interessanter Artikel über Pinterest und die Problematik der damit verbundenen Copyrightverletzung erschienen, da kommt die Meldung des Pinterest-CEO, Ben Silbermann, gerade recht, es würde nun einen Schutz des geistigen Eigentums vor unerlaubter Veröffentlichung auf Pinterest geben. Jash Davis hat auf seinem Blog einen Artikel über ein Interview veröffentlicht, welches er mit Silbermann geführt hat und die näheren Umstände des Codeschnipsels erläutert.

Pinterest ermöglicht es nun, dass Webseiten durch die Einbindung von nur einer Codezeile in den Header nicht mehr gepinnt werden können. Pinterest hat dafür auch eine Erweiterung der help section eingestellt: “What if I don’t want images from my site to be pinned?” Die Antwort darauf ist folgende:

We have a small piece of code you can add to the head of any page on your site:

<meta name=”pinterest” content=”nopin” />

When a user tries to pin from your site, they will see this message:

“This site doesn’t allow pinning to Pinterest. Please contact the owner with any questions. Thanks for visiting!”

Meines Erachtens geht es Pinterest nur darum, eine technische Möglichkeit zu schaffen, um aus dem Copyright-Kreuzfeuer herauszukommen, welches im Moment in mehreren Ländern, unter anderem in Deutschland (siehe Spiegel-Artikel oben) tobt. Das Unternehmen hatte denke ich die rechtlichen Konsequenzen ihrer Plattform deutlich unterschätzt – oder wie so oft nur an die Nutzer in USA gedacht, nicht aber in Europa, wo es deutlich schärfere Gesetzte zum Copyright gibt. Der Code ist aber nur ein scheinbarer Schutz vor unerlaubter Veröffentlichung, schliesslich hält der Code die Webseiten-Besucher nicht davon ab, Bilder einfach herunterzuladen und dann bei Pinterest zu pinnen.

Neben dieser für viele Künstler oder Fotografen bedeutende Änderung gab es aber noch zwei weitere Updates bei Pinterest:

  1. Konnte man bis vor kurzem noch unbegrenzt viele Zeichen in den Kommentar zu einem Pin schreiben, ist dies nun limitiert mit 500 Zeichen. Silbermann erklärt diesen Schritt, dass man nicht Kopien von ganzen Blogartikeln an den Pins möchte, sondern die Nutzer dazu anregen möchte, auf die Originalwebsite des Pins zu klicken.
  2. Aufgrund der zwischenzeitlich dort recht deutlichen Kritik am Geschäftsgebaren im Verborgenen (siehe Das stille Geschäftsmodell von Pinterest) hat das Unternehmen nun reagiert und in die AGB eine Klausel aufgenommen, welche ausdrücklich eine Monetarisierung der hochgeladenen Nutzer-Inhalte von Seiten der Portal-Betreiber erlaubt. Somit kann sich jeder selbst überlegen, ob er seinen Inhalt zur Verfügung stellt und Pinterest damit Geld verdient. Aber sind wir mal ehrlich, was ist daran anders als bei Facebook, dem man mit dem Hochladen eine ebensolche globalgültige Weiternutzung erlaubt…

 

Google+ reicht grade mal für 2 Minuten… noch!

Es ist ja schon sehr interessant, wie lange Besucher sich in den verschiedenen Sozialen Netzwerken aufhalten. Bei Statista gibt es nun eine grafische Auswertung der Aufenthaltsdauer bei Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn, Pinterest und Tumblr (für Nutzer in den USA).

Die Grafik sieht jetzt nicht sehr spektakulär aus, bietet aber dennoch ein paar interessante Informationen:

  • Natürlich führt Facebook die Statistik an. Doch im letzten Jahr ist ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen. Wenn die Entwicklung so anhält, fällt die Verweildauer noch unter die von Tumblr.
  • Der Newcomer Pinterest hat sich bereits Platz 2 gesichert. Scheint das Geschäftsmodell doch zu funktionieren?
  • LinkedIn ist bei den analysierten Zahlen sehr konstant.
  • Google+ hat den Durchbruch noch nicht geschafft und dümpelt mit gerade einmal knapp  2 Minuten und 23 Sekunden auf dem letzten Platz der Statistik herum.

Ich persönlich kann das schlechte Abschneiden von Google+ nicht nachvollziehen. Die Weboberfläche und die mobile App sind gut, das Prinzip der Circles durchdacht, nur leider fehlt es dem Netzwerk eben an aktiven Usern. Eigentlich erstaunlich, warum Google mit all seiner Macht es nicht schafft, mehr Nutzer in das Netzwerk zu ziehen. Wobei mit der (stärkeren) Indexierung von Google+ Seiten und der Integration in die Suchergebnisse ja schon Anstrengen in diese Richtung getan wurden. Es bleibt abzuwarten, ob Google+ irgendwann den Kinderschuhen entsteigt und Facebook eine echte Konkurrenz bekommt.

Oder sind Sie anderer Ansicht? Dann freue ich mich auf einen Kommentar..

 

Quelle: CC BY-ND 3.0 von statista

 

Das stille Geschäftsmodell von Pinterest

Pinnen ist in. Pinterest ist derzeit der aufgehende Stern unter den Social Networks und alle Welt pint zig hundertausende Artikel und Bilder an die virtuelle Pinnwand. Die Idee ist neu, toll und einfach, weil visuell und innovativ. Zugegeben, ich bin auch bei Pinterest angemeldet und fange auch so langsam an, interessante Infografiken oder Artikel zu pinnen. Doch ich bin wahrscheinlich nicht der erste, der sich gefragt hat, wie dieses Netzwerk denn Geld verdienen will. Durch sehr genaue Beobachtung von mehreren Usern der Link-URLs ist nun herausgekommen, dass Pinterest offensichtlich die Links zu Webseiten verändert, die Affiliate-Programme betreiben. Viele User pinnen zum Beispiel Amazon-Artikel oder andere Bilder/Beschreibungen zu Produkten von Online-Shops. In den Links ist dann normalerweise die ID des Affiliatepartners verschlüsselt, wonach die Provision einer erfolgreichen Vermittlung oder eines Kaufs ermittelt wird. Mit Skimlinks gibt es nun einen Dient, der auch bereits seit längerer Zeit ein WordPress-Plugin zur Verfügung stellt, der diese Links anpassen kann. Technisch gesehen geht die Skimlinks-Software die gespeicherten Links durch und sucht nach Webseiten, die in einer vorher definierten Liste enthalten sind und bei denen der Webseitenbetreiber seine eigenen Affiliate-IDs hinterlegt hat. Findet das Skimlink System nun einen Link zu einer der besagten Webseiten, wird automatisch der Affiliate-ID des Ursprungslinks entfernt und mit der ID des Webseitenbetreibers ersetzt. Dies hat natürlich zur Folge, dass die Provision eines Verkaufs oder einer Vermittlung dann nicht an denjenigen ausgezahlt wird, der den Beitrag gepinnt hat, sondern an Pinterest selbst.

Dieses Geschäftsgebaren ist aus 2 Gründen hervorzuheben:

  • Zum einen ist es (meines Wissens nach) der erste Fall, dass ein neues Social Network eine solche Möglichkeit der Monetarisierung gewählt hat, obwohl es sich noch in solch einer frühen Phase befindet.
  • Zum anderen hat Pinterest diese Änderung in aller Stille und vor allem ohne Änderung der Geschäftsbedingungen vorgenommen.

Wie lange diese Geschäftspraktik schon vollzogen wird, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Es gibt jedoch bereits seit mehreren Wochen einige Blogposts, die dieses Verhalten beschreiben, wie z.B. von Lindsey Mark oder Joel Garcia.

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Quelle: llsocial
Wie bereits oben erwähnt, bedient sich Pinterest hierfür des Dienstes skimlinks. Nimmt man des weiteren die rasant wachsende Nutzergemeinde von Pinterest und die damit einhergehende Steigerung der Affiliate-Links, so dürfte dies für beide Seiten, nämlich Pinterest und skimlinks ein recht einträgliches Geschäft sein, denn skimlinks erhält von den ausgeschütteten Provisionen einen Anteil von 25% – und mittlerweile dürfte Pinterest der mit Abstand grösste Kunde von skimlinks geworden sein.

Der Vorwurf, der bereits in vielen Artikeln und Kommentaren laut wurde, geht dahin, dass Pinterest diese Modifikation der Links nicht bekanntgegeben und auch nicht in den Geschäftsbedingungen festgehalten hat – was nun offenbar nachgebessert wurde. Während von Pinterest diesbezüglich noch keine Stellungnahme veröffentlich wurde, hat sich Alicia Navarro, CEO bei skimlinks, zu dem Thema geäussert:

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Quelle: Kommentare

Somit hat Pinterest mittlerweile wohl die Geschäftsbedingungen angepasst, wobei ich die betreffende Stelle heute nicht gefunden habe.

Ich finde es verständlich, dass ein Unternehmen seine Dienste irgendwie finanzieren muss und sicherlich werden die Betreiberkosten der Pinterest-Plattform entsprechend hoch sein. Auf der anderen Seite schreibt Pinterest, dass ihre Kapitalausstattung aufgrund von Investoren sehr gut sei.

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Quelle: Pinterest

Deswegen frage ich mich, warum dann in dieser frühen Phase solch ein „diskussionsträchtiger“ Weg der Monetarisierung gewählt wurde und damit eine Diskussion in der Nutzergemeinde losgetreten wird, die dem Geschäftsmodell wahrscheinlich eher schadet als nützt. Vor allem die vielen Online-Marketer, die mit Affiliate-Links ihr Geld verdienen, werden darauf wohl kaum gut zu sprechen sein. Pinterest sollte deswegen in die Offensive gehen und dieses Verhalten offenlegen und mit den Nutzern in die Diskussion gehen, um wieder das notwendige Vertrauen zu schaffen, welches der Betrieb eines Social Networks erfordert. Denn die Nutzer sind das Kapital eines Social Networks und kein Betreiber kann es sich leisten, seine Nutzer zu verärgern oder gar zu vergraulen.

Wie sehen Sie die Problematik? Ich freue mich auf Kommentare.