Wie Nonprofits Facebook-Gruppen sinnvoll nutzen können

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Waren Gruppen bei Facebook schon seit der Einführung ein beliebtes Mittel zur Kommunikation unter Gleichgesinnten, so wird diese Funktion in Facebook nach der Einbindung von Filesharing noch mehr genutzt. Den Umstand, dass Facebook Gruppen zum alltäglichen Social Media Werkzeug geworden sind, sollten Sie für Ihre Organisation nutzen.

Wie wäre es zum Beispiel, eine Gruppe für Ihre Spender einzurichten, damit diese gezielt mit Informationen versorgt werden können und Ihre Unterstützer sich gegenseitig über Aktionen oder Events austauschen können. Oder eine Gruppe für die freiwilligen Helfer Ihrer Organisation, um Treffen zu organisieren, Dokumente auszutauschen oder einfach um mit Gleichgesinnten zu kommunizieren? Facebook Gruppen stellen für all diese administrativen Tätigkeiten eine sehr einfach zu bedienende und dabei kostenlose Möglichkeit dar, Ihre Organisation effizienter zu machen.

Man kann nun das Argument anführen, dass die Organisation ja sowieso relevante Informationen auf der Website oder der Facebook Page veröffentlicht. Jeder der den Gefällt mir-Button geklickt hat, wird diese Information bekommen. Sie erreichen damit also ein (hoffentlich) sehr breitgestreutes Publikum. Doch hier liegt genau der Nachteil. Es gibt bestimmt Informationen, die Sie nur einem ausgewählten Kreis Ihrer Zuhörer mitteilen möchten. Dies würden Sie ohne Gruppeneinteilung nur erreichen, wenn Sie diese Personen einzeln persönlich anschreiben würden. Bei einer grösseren Gruppe kann man sich den Aufwand dafür gut vorstellen…

Genau für diese Zwecke sind Gruppen bei Facebook entwickelt worden, nämlich ohne grossen Aufwand innerhalb kurzer Zeit eine bestimmte Auswahl an Personen mit Informationen zu versorgen. Und das Tolle dabei ist, dass Sie die absolute Kontrolle darüber haben, wer einer Gruppe angehört. Als Administrator haben Sie nämlich die Möglichkeit, die Aufnahme einer Person in die Gruppe abzulehnen oder auch bei Fehlverhalten oder nicht mehr Vorliegen des Grundes für die Gruppenzugehörigkeit diese Person aus der Gruppe zu entfernen. Hierbei ist zu beachten, dass es verschiedene Arten von Gruppen gibt:

  • Offene Gruppen: Jeder, der bei Facebook registriert ist, kann dieser Gruppe beitreten, kann alle Mitglieder sehen und auch selbst darin Beiträge veröffentlichen.
  • Geschlossene Gruppen: Jeder bei Facebook kann den Gruppennamen sehen und wer Mitglied der Gruppe ist. Aber es können nur Mitglieder der Gruppe Beträge veröffentlichen und die Mitgliedschaft muss vorher von einem Administrator bestätigt werden.
  • Geheime Gruppen: Diese Gruppen sind nicht öffentlich und man kann nur Mitglied werden, wenn man eine Einladung zur Gruppe erhalten hat und auch ein Freundschaftsverhältnis mit dem Gruppenleiter hat. Auch ist die Gruppe öffentlich nicht sichtbar. Und natürlich dürfen auch nur Mitglieder in dieser Gruppe Beiträge veröffentlichen.

Um dem Anspruch gerecht zu werden, nur einer bestimmten Personengruppe Mitteilungen und Informationen zukommen zu lassen, kommen wohl nur geschlossene und geheime Gruppen in Frage. In der Regel wird dann aber wohl auf eine geschlossene Gruppe als Mittel zum Zweck zurückgegriffen werden, aus verschiedenen Gründen: Zum Einen kann es aus Marketinggründen hilfreich oder förderlich sein, wenn die Mitglieder einer Gruppe sichtbar sind, vor allem wenn bekannte Namen darin enthalten sind. Zum Anderen müssten, wie oben erwähnt, alle Gruppenmitglieder als Freunde des eigenen Profils aufgenommen werden und man möchte dann wohl eher nicht mit allen persönlich befreundet sein, mit denen eine geschäftliche Beziehung hat.

Wie oben bereits auch schon kurz angesprochen, bieten Gruppe einige Erleichterungen in der täglichen Beziehungspflege mit Ihren Unterstützern oder anderen Personengruppen:

  • Mitteilungen: Jedes Mal, wenn ein Mitglied der Gruppe einen Beitrag veröffentlicht oder einen Kommentar abgegeben hat, erhalten alle Mitglieder darüber eine Mitteilung. Sie können also davon ausgehen, dass alle Ihre Nachrichten zumindest erhalten. Ob diese dann gelesen werden, bleibt nur zu hoffen. (Es sollte hierbei erwähnt werden, dass diese Mitteilungen vom Mitglied auch deaktiviert werden können.)
  • Chat: Sie haben die Möglichkeit, in einem Chat, den Sie vielleicht über ein Gruppenevent organisiert haben, mit allen Mitgliedern der Gruppe zu chatten, also eine simultane Unterhaltung zu führen. Aus Performance- und wahrscheinlich auch aus Übersichtlichkeitsgründen ist dieses Feature ab 250 Gruppenmitgliedern ausgeblendet.
  • Dateien und Dokumente: Sie müssen keine grossen Emailanhänge mehr versenden und damit Ihren Mailserver und die Postfächer der Empfänger belasten. Laden Sie einfach Dokumente oder Dateien in die Facebook-Gruppe hoch und die Mitglieder haben jederzeit Zugriff darauf. Hinzuweisen ist hierbei natürlich auf die datenschutzrechtlichen Aspekte, denn Facebook hat jederzeit Zugriff auf die Dokumente – gehen Sie also vorsichtig mit sensiblen Daten um.

Und ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Facebook Gruppen ist das Community-Bewusstsein daraus, dass alle darin engagierten Mitglieder einem gemeinsamen Ziel verwandt sind, was das Engagement durchaus stark erhöhen kann.
Probieren Sie es einfach mal aus. Richten Sie eine Gruppe ein, laden Sie z.B. Ihre Spender aus der Spenderdatenbank dazu ein und geben Sie dieser extrem wichtigen Zielgruppe eine Heimat in Ihrer Organisation. Falls ich Sie hierbei unterstützen kann, dann sprechen Sie mich gerne an.