QR Codes – sinnvoll für Non-Profit-Organisationen und kleine Unternehmen?

Beim Gang durch die Ladenzeilen, Durchblättern von Zeitschriften oder näherem Betrachten von Litfaßsäulen fallen sie immer häufiger auf: die kleinen quadratischen Boxen mit den schwarz-weissen quadratischen Mustern. Viele fragen sich bestimmt immer noch, was das denn sein soll und welchen Zweck dieses Gebilde auf den Plakaten und Schaufenstern hat.

Vereinfacht gesagt, ist ein QR-Code eine codierte Nachricht in 2D. Mit dem richtigen Lesegerät kann die Nachricht entschlüsselt und lesbar gemacht werden. Ein QR-Code kann dabei ganz unterschiedliche Nachrichten aufnehmen, sei es ein Link zu einer Website, eine Adresse, eine Telefonnummer oder auch nur eine Textnachricht. Als Lesegeräte dienen zumeist die Kameras in Smartphones in Verbindung mit einer speziellen App (die es in grosser Zahl in den jeweiligen App-Stores) meist kostenlos gibt. Wird der QR-Code mit dem Lesegerät gescannt, wandelt die Software die kleinen Quadrate wieder in die Ursprungsnachricht um und versucht sogleich, die darin enthaltene Information auszuführen. Ein Link wird an den Browser weitergeleitet, eine Adresse dem Adressbuch als neuer Eintrag vorgeschlagen oder nachfragt, ob eine Telefonnummer gewählt werden soll. Websites zur Erstellung von QR-Codes gibt es sehr viele, eine einfache Google-Suche sollte hier befriedigende Ergebnisse liefern – als Beispiele sind hier nur genannt: http://qrcode.kaywa.com, http://goqr.me/de, http://qurify.com.

Der Sinn hinter QR-Codes ist eigentlich ganz einfach: man möchte dem Benutzer das lästige Abtippen von Informationen ersparen und stellt ihm die Aktion quasi ausführungsbereit zur Verfügung – so viel zur Bequemlichkeit. Ein anderer Aspekt ist der Reiz des Unbekannten. Man sieht einem QR-Code die darin enthaltene Information nicht an und deswegen ist es immer wieder ein Reiz, den Code zu scannen und gespannt abzuwarten, welche Aktion er durchführen lassen möchte. Mir persönlich geht es zumindest oft so, dass ich QR-Codes aus reiner Neugier scanne, nur um zu sehen, wo sie mich hinführen möchten. Allerdings steckt hierin auch eine gewisse Gefahr des Missbrauchs. Schließlich könnte jemand auf die Idee kommen, im QR-Code eine Website z.B. mit Schadcode oder anderen Inhalten zu verlinken, die man sonst nicht besuchen würde. Hier muss man eben etwas vorsichtig sein und abwägen, ob man die vorgeschlagene Aktion durchführen möchte. Umso mehr ist es für Sie wichtig, die Umgebung des QR-Codes so vertrauensvoll und ansprechend wie möglich zu gestalten.

Doch nach diesen einführenden Worten möchte ich nun auf die verschiedenartigen Verwendungsmöglichkeiten eingehen, die auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Non-Profit-Organisationen denkbar wären. Natürlich hängt die Sinnhaftigkeit immer vom konkreten Einzelfall ab, aber mal vielleicht als Ideenpool…

Ich gebe hier nur zu bedenken, dass der Einsatz von QR-Codes im Falle einer Verlinkung auf Inhalte Ihrer Website unbedingt erfordert, dass Ihre Website für den mobilen Einsatz optimiert ist. Die Darstellung einer normalen Website für den Desktop-Gebrauch ist auf den Smartphone-Browsern zwar möglich, aber nicht zu empfehlen. Abhilfe kann hier der Einsatz eines Content-Management-Systems mit einem geeigneten Plugin bieten, welches eine automatische Browser-Erkennung beinhaltet und den Inhalt der Seite für den mobilen Einsatz aufbereitet darstellt. Vor allem für Ihre Verkaufsseiten (KMU) und Seiten zur Online-Spende (bei Non-Profit-Organisationen) ist dies unabdingbar. Falls Sie hierzu Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an.

Doch nun zu den konkreten Einsatzmöglichkeiten:

  • Versehen Sie Ihre Kundenanschreiben oder Fundraising Anschreiben im Briefkopf, der Fusszeile oder auch im Textfluss mit einem spezifischen QR-Code, z.B. mit einem Projektbericht, für den Sie Spender akquirieren möchten oder ein besonderes Angebot, das Sie bewerben möchten.
  • Integrieren Sie QR-Codes in Ihre Printmedien wie z.B. Mitgliederbroschüren oder Kundeninformationen.
  • Stellen Sie Aufsteller mit QR-Codes auf Messen oder Fundraising Events auf oder legen Sie Flyer mit entsprechenden Codes aus. Der Code könnte beispielsweise auf ein besonderes Messe-Angebot oder auf eine mobile Spenden-Seite verlinken.
  • Präsentieren Sie Ihren Kunden in der Kassenschlange einen QR-Code, der zu einem lustigen Video oder einem speziellen Sonderangebot führt, um den Kunden die Wartezeit gefühlt zu verkürzen.
  • Binden Sie auf Ihren Flächen (Ladenzeilen, Schaufenstern, Werbebannern, usw.) interessanten Inhalt von Kooperationspartnern ein, für die Sie entweder eine Miete oder eine Provision erhalten. Achtung: Dies sollte natürlich nicht zu aufdringlich erfolgen, sonst erzielen Sie den genau entgegengesetzten Effekt!
  • Versorgen Sie in Museen, Kunsthallen, Zoos oder Tiergehegen Ihre Besucher mit weiterführenden Informationen direkt an den einzelnen Exponaten oder im Katalog.
  • Bedrucken Sie Eintrittskarten zu Konzerten, Seminaren oder anderen Veranstaltungen mit QR-Codes von Kooperationspartnern (wiederum gegen Miete oder Provision) oder natürlich zu Ihren eigenen Inhalten.
  • Nutzen Sie Veranstaltungen im Freien (z.B. Sportevents, Kundgebungen, Versammlungen, o.ä.) mit grossen Spruchbändern oder Banden für die Unterbringung von QR-Codes, um zusätzliche Informationen für Interessenten bereit zu stellen.
  • Werben Sie für Ihre Organisation oder Ihr Geschäft auf verfügbaren Flächen z.B. auf Flughäfen, auf dem Hochschulcampus oder in der S-Bahn.
  • Und zu guter Letzt verschenken Sie mit QR-Codes bedruckte Tassen, T-Shirts, Caps, Pins oder Visitenkarten an bestehende Kunden (zur Kundenpflege), potenzielle Kunden (zur Akquise), Geschäftspartner, Vereinsmitglieder, an Infoständen an Passanten, an Spender, usw. Die Liste könnte man noch ziemlich lange weiterführen.

Dies alles sind nur ein paar Beispiele, die mir spontan eingefallen sind. Es gibt noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten für QR-Codes und durch den rasanten Anstieg von Smartphone-Benutzern wird diese „Werbeform“ auch zunehmend interessanter.

Generell kann man sagen, dass sich QR-Codes immer dort anbieten, wenn man auf der relevanten „Werbe“-Fläche nur begrenzten Platz zur Verfügung hat (oder sie sehr teuer ist), man aber den Lesern noch viel mehr wertvolle Hintergrundinformationen oder andere spezifische Inhalte zur Verfügung stellen möchte. Sie schaffen durch die Neugier der Menschen einen Anreiz, den referenzierten Inhalt nahezubringen und dadurch tieferes Interesse zu Ihrem Geschäft oder Ihrer Organisation zu wecken.

Ich hoffe, dass diese Tipps für Sie nützlich sind und Sie dadurch Ihre Unternehmensziele oder Organisationsgrundsätze unterstützen können. Falls Sie Bedarf an weiterer Beratung zum Thema QR-Codes oder generell Social Media Marketing haben, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.

Ich würde mich ebenfalls sehr über Rückmeldungen zu erfolgten QR-Code-Kampagnen freuen, hinterlassen Sie mir gerne einen Link oder einen Bericht in den Kommentaren. Vielen Dank!

Nützliche Tipps für Non-Profit-Organisationen zum Social Media-Einstieg – Teil 3

Nachdem Sie nun vor ein paar Tagen und vorgestern die ersten beiden Teile der Social Media Tipps für Non-Profit-Organisationen erhalten haben, folgt nun der Abschluss der Reihe mit den letzten 4 Tipps:

9. Kommunizieren Sie regelmässig mit Ihren Freunden in den Sozialen Netzwerken
Es ist wichtig, dass Sie eine gewisse Verbindlichkeit in die Kommunikation mit Ihren Freunden und Unterstützern erreichen. Veröffentlichen Sie neue interessante Inhalte in all Ihren Social Media Kanälen, doch achten Sie darauf, dass Sie die Updates zeitlich streuen. Verteilen Sie lieber die Veröffentlichung auf einen grösseren Zeitraum, als an einem Tag Ihre Freunde zuzuschütten und dann an den nächsten Tagen nichts mehr zu schreiben. Zumeist sind die Informationen nicht so hochbrisant, dass sie nicht noch einen oder zwei Tage damit warten könnten.

10. Ähnliche Profile in Ihre Sache einspannen
Sie werden wahrscheinlich recht schnell Profile oder Pages mit den gleichen Interessen wie die Ihren finden. Empfinden Sie diese nicht als Konkurrenz, sondern als Chance der Vernetzung. Suchen Sie den Kontakt zu diesen Organisationen und bieten Sie einen Austausch von Informationen an. Dies wird Ihren Anhängern zusätzlichen Mehrwert bieten und Ihre Social Media Präsenz attraktiver machen.

11. Aktivieren Sie Ihre Kontakte in den Sozialen Netzwerken
Irgendwann werden Sie vielleicht anfangen wollen, Ihre Freunde und Follower in „echte“ Unterstützer, Spender oder freiwillige Helfer umzuwandeln. Stellen Sie deshalb sicher, dass auf Ihren Social Media Seiten immer genügend Möglichkeiten präsent sind, sich in verschiedenster Form einzubringen. Lassen Sie es Ihre „Fangemeinde“ wissen, wenn Sie z.B. tatkräftige Unterstützung bei einem Wohltätigkeitsfest benötigen oder schildern Sie einen konkreten Fall, wo finanzielle Hilfe nötig ist. Die Unterstützungsbereitschaft der Menschen steigt deutlich, wenn Sie ihnen darlegen, wohin ihr Geld oder die Unterstützung fließen. Bieten Sie auf Ihrer Seite auch unbedingt die (dezente) Möglichkeit der Online-Spende. Vielleicht wird dabei nicht besonders viel rumkommen, aber „Kleinvieh gibt auch Mist“ – und die Besucher werden einer Non-Profit-Organisation einen Spenden-Button nicht übel nehmen.
In jedem Fall sollten Sie auf Ihrer Seite eine Information veröffentlichen, wenn Events ausgetragen oder Projekte beendet wurden, auch wenn Sie hierbei nicht unterstützt wurden. Dies kann z.B. in Form einer Bilderschau des Events oder einer anschaulichen Projektzusammenfassung erfolgen. Vielleicht regt diese Berichterstattung dann Menschen an, sich bei Ihrer Organisation zu engagieren.

12. Betrachten Sie Social Media als eine Investition in die Zukunft
In den Sozialen Netzwerken tummeln sich immer noch überwiegend Menschen der jüngeren Generation – obwohl die Anzahl der älteren Menschen deutlich zugenommen hat. Auch wenn Sie momentan von den jüngeren Mitgliedern noch nicht viel Unterstützung erfahren, investieren Sie damit in die Zukunft, denn diese Menschen werden später in das Arbeitsleben einsteigen und somit zu potentiellen Spendern heranwachsen. Pflegen Sie bereits heute die Kontakte zu dieser zukünftigen Zielgruppe, sonst wird es eine andere Organisation tun.

Ich habe Ihnen hier ein paar Tipps und Anregungen präsentiert, worauf Sie im Umgang mit Social Media achten sollten. Wenn Sie dennoch das Gefühl haben, an der einen oder anderen Stelle unsicher zu sein und Unterstützung brauchen, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Gemeinsam werden wir Ihre Organisation fit für die Aktivitäten in Sozialen Netzwerken machen.

In den nächsten Tagen werde ich den gesamten Artikel als PDF zur Verfügung stellen. Den Download-Pfad veröffentliche im Blog.

Der Artikel ist angelehnt an einen englischen Artikel auf about.com.

Nützliche Tipps für Non-Profit-Organisationen zum Social Media-Einstieg – Teil 2

Gestern hatte ich Ihnen den ersten Teil der Social Media Tipps für Non-Profit-Organisationen vorgestellt. Heute folgen nun 4 weitere Tipps:

5. Vergrössern Sie Ihre Reichweite
Wenn Sie ein Netzwerk auswählen, nutzen Sie die Möglichkeiten der Informationsverarbeitung, die dieses Netzwerk bietet. Einige Netzwerke bieten die Möglichkeit, neben privaten Profilen auch Unternehmensseiten anzulegen und Gruppen zu gründen. Dies sollten Sie tun, um mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Organisation zu leiten. Sie sollten sich nur mit den Regelungen des jeweiligen Netzwerkes vertraut machen, die doch recht unterschiedlich ausgestaltet sind. In Facebook ist es zudem möglich, ein Unternehmen als Sponsor für die eigene Gruppe zu „engagieren“. Vielleicht finden Sie ein Unternehmen, das sich mit Ihnen zusammen in der Gruppe präsentieren möchte. Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie die verschiedenen Möglichkeiten der Aufmerksamkeitsstreuung auch attraktiv gestalten und halten. Andernfalls wäre dies etwas verschwendete Zeit und Mühe.

6. Vermitteln Sie einen guten ersten Eindruck
Wie so oft im Leben zählt auch in den Sozialen Netzwerken der erste Eindruck ungemein. Sie werden es aus Ihrem eigenen Gefühl kennen, dass Sie sich lieber auf einer schön gestalteten Website aufhalten, als auf einer ungeordneten Baustelle. Man sagt zwar immer nur der Inhalt zählt, aber Hand auf’s Herz, bleiben Sie länger auf einer Website, die Ihnen keinen angenehmen Eindruck vermittelt? Achten Sie deswegen von vornherein darauf, dass Ihr Profil gut aussieht und überzeugend wirkt. Fangen Sie lieber 2 Wochen später mit Social Media an und investieren Sie die Zeit in die Gestaltung Ihrer Profile und Pages. Wählen Sie auch ein attraktives Profilbild und einen aussagekräftigen Titel, damit Ihr Profil in den Freundeslisten Ihrer Anhänger hervorsticht und wahrgenommen wird.

7. Veröffentlichen Sie Ihre wertvollen Inhalte mit dem grössten Verbreitungspotential
Social Networks sind dann am effektivsten, wenn die Menschen Informationen kreuz und quer verbreiten und damit eine breite Masse erreicht wird. Sie werden dies aber nur tun, wenn die Inhalte auch kreativ und „mehrwertbietend“ sind. Und im Idealfall sollen dies auch noch Ihre Inhalte sein. Studien haben ergeben, dass reine Textnachrichten nicht so häufig weitergegeben werden, wie Inhalte mit Bildern oder Videos. Deswegen gilt, dass Sie Ihre Informationen möglichst immer mit einem oder mehreren Bildern oder einem Video hervorheben sollten. Fragen Sie sich immer, wie der Beitrag auf Sie wirken würde – und seien Sie ehrlich. Wenn Sie schon nicht den „Cool!“-Effekt haben, dann sollten Sie den Beitrag noch einmal überdenken. Veröffentlichen Sie nie etwas, nur weil mal wieder was auf die Pinnwand sollte. Ihre Fans lesen lieber seltener Beiträge von Ihnen, dafür sind diese dann wirklich spannende und nachhaltige Themen.

8. Fürchten Sie nicht den Kontrollverlust
Social Media lebt von den Aktivitäten der Mitglieder und im Idealfall interagieren User auch mit Ihrer Organisation. Jedoch haben Sie keinen Einfluss darauf, was der einzelne User für einen Kommentar an Ihre Pinnwand schreibt oder über Ihre Organisation tweetet. In der Regel wird der überwiegende Teil Ihrer Anhänger Ihre Arbeit wertschätzen und positiv kommentieren. Es kann jedoch immer vorkommen, dass Sie mit negativen Äusserungen konfrontiert werden. Hierfür ist es sinnvoll, dass Sie sich eine generelle Vorgehensweise in solchen Fällen überlegen. Sie sollten jedoch auf keinen Fall diese Kritik, auch wenn sie ungerechtfertigt ist, einfach ignorieren oder gar löschen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Ihnen in solchen Fällen Ihre treuen Fans zur Seite eilen und den Querulanten in die Schranken weisen.

Ich hoffe, Ihnen wird auch der zweite Teil der Tipps bei Ihrer Aktivität in Social Media helfen. Seien Sie gespannt auf das Finale morgen, wenn ich den dritten und letzten Teil der Social Media Tipps für Non-Profit-Organisationen veröffentliche. Besuchen Sie meinen Blog oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Nützliche Tipps für Non-Profit-Organisationen zum Social Media-Einstieg – Teil 1

Das Thema Social Media ist momentan in aller Munde und die meisten grossen Unternehmen haben ihre Claims bei Facebook, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken bereits abgesteckt. Es wird angenommen, dass auch mittlere und kleine Unternehmen in 2012 vermehrt Social Media Aktivitäten aufnehmen werden. Doch was ist mit den gemeinnützigen Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Stiftungen, etc.? Hier sieht die Realität leider immer noch recht bescheiden aus, obwohl gerade für Non-Profit-Organisationen ein Einstieg in Social Media viele Vorteile bringt. In einem anderen Artikel hatte ich bereits beschrieben, warum Non-Profits in Zukunft Social Media verstärkt brauchen werden.

Nachfolgend gebe ich Ihnen einige nützliche Tipps, wie Sie mit Ihrer Non-Profit-Organisation den Einstieg in die Social Media Welt etwas einfacher gestalten können. Diese Tipps ersetzen jedoch nicht die Notwendigkeit einer Social Media Strategie, welche Ihre Ziele und Maßnahmen definiert, sie sollen jedoch erste Anhaltspunkte dafür geben, was bei einem Engagement in den sozialen Netzwerken wichtig ist. Falls Sie diesen Weg gehen möchten (und Sie sollten ihn gehen!), berate ich Sie gerne bei der Erstellung und Umsetzung einer individuellen Social Media Strategie für Ihre Organisation, denn es geht nicht allein um das Sammeln von „Likes“ oder „Followern“.

Dies ist Teil 1 der Social Media-Tipps für Non-Profit-Organisationen. Die beiden restlichen Teile werde ich in den folgenden Tagen veröffentlichen.

1. Wählen Sie die richtigen Social Media Kanäle
Es macht keinen Sinn, Netzwerke nur aufgrund ihrer Grösse auszuwählen, wenn dort keine Ihrer relevanten Zielgruppen aktiv sind. Andere Communities sind vielleicht kleiner, aber aufgrund der Teilnehmer-Struktur deutlich besser für Ihre Aktivitäten geeignet. Außerdem ist zumeist die Fokussierung auf einige wenige Netzwerke zu Anfang besser, als gleich in die breite Masse zu gehen. Gerade zu Anfang in der Lernphase sollten Sie Ihre Aktivitäten konzentrieren, um den Überblick zu behalten und Erfahrungen mit verschiedenen Techniken zu sammeln.

2. Finden Sie Ihre Unterstützer in den Sozialen Netzwerken
Mittlerweile sind viele hundert Millionen Menschen in Social Media aktiv, deswegen ist die Chance recht hoch, dass Unterstützer, die Sie kennen, auch bereits einen Account in einem oder mehreren Netzen besitzen. Schreiben Sie diesen besonderen Mitgliedern über das Netzwerk oder per Email eine Einladung zu Ihrer Fanpage oder Ihrer Gruppe, um ihnen einen weiteren Kommunikationskanal mit Ihrer Organisation anzubieten. Sie verbreitern damit die Streuung Ihrer Inhalte und damit die Wahrnehmung Ihrer Organisation.

3. Identifizieren Sie die richtigen Mitarbeiter
Eine Social Media Strategie in der Theorie ist schon mal eine gute Sache, doch Sie brauchen auch Mitarbeiter in Ihrer Organisation, die die Strategie dann auch umsetzen. Sie könnten natürlich diese Tätigkeit auch gut an eine externe Agentur übergeben, doch dies bedeutet wiederum nicht unerhebliche Kosten. Schauen Sie sich stattdessen in Ihrer Belegschaft um, vielleicht finden Sie eine Kollegin oder einen Kollegen, die/der sich bereits privat sicher im Social Media Umfeld bewegt. Vielleicht wird es sinnvoll sein, die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter auf eine Schulung zu bestimmten Netzwerken oder Kommunikations-Themen zu schicken, doch dies ist immer noch besser, als völlig von Null anzufangen.
Sollte sich in Ihrer Organisation jedoch keine geeignete Person finden, so rate ich zumindest für die Anfangszeit dennoch zu professioneller Unterstützung und gleichzeitig zur Fortbildung einer Kollegin oder eines Kollegen. Gerade zu Beginn Ihrer Social Media Aktivitäten passieren sonst Fehler, die Ihnen auf lange Sicht teuer zu stehen kommen können, bezogen z.B. auf Reputationsverlust oder gar Abspringen von Spendern und Unterstützern. Insofern wäre Ihr Engagement kontraproduktiv.

4. Stellen Sie genügend Zeit zur Verfügung
Social Media ist zumeist nicht sehr kostenintensiv, jedoch benötigt es Zeit – und das nicht zu wenig. Räumen Sie einer oder mehreren Personen in Ihrer Organisation ein, sich um die Freundschaftsanfragen zu kümmern, Kommentare auf anderen Seiten zu veröffentlichen, auf Eingaben zu reagieren und um andere in Ihr Netzwerk einzuladen. Denn darum dreht sich alles in Sozialen Netzwerken! Sie werden mit Ihren Aktivitäten nur Erfolg haben, wenn Sie Social Media Marketing als ernstzunehmende Ergänzung zum klassischen Marketing anerkennen und diesem Betätigungsfeld ebenso die benötigten Ressourcen einräumen.

Morgen geht der Artikel in die zweite Runde und Sie erhalten drei weitere Tipps für Ihre Social Media Aktivitäten. Besuchen Sie meinen Blog oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Autovervollständigung bei Google+ Hashtags im Video

Bei anderen Social Media Netzwerken ist es bereits ein alter Hut, dass während des Schreibens eines Kommentars oder Tweets nach Beginn mit einem Hashtag (#) die bereits im System vorkommenden ähnlichen Tags angezeigt werden. Dies erleichtert zum Einen die Identifikation geeigneter Hashtags, zum Anderen vermeidet man dadurch Schreibfehler :-) und läuft nicht Gefahr, dass der Beitrag in eine andere Richtung läuft.

Google hat dieses Feature nun auch im hauseigenen sozialen Netzwerk nachgezogen.
Das folgende Video zeigt, wie Google+ die Autovervollständigung der Hadhtags realisiert hat:

Die häufigsten Fehler von Non-Profit-Organisationen im Umgang mit Social Media

Immer mehr Non-Profit-Organisationen engagieren sich in den Sozialen Netzwerken, um einen besseren, schnelleren, einfacheren und vielfach kostengünstigeren Kontakt mit den Unterstützern und Mitgliedern aufzubauen. Leider passiert es hierbei immer wieder, dass viele Organisationen in Stolperfallen laufen, die den Erfolg negativ beeinflussen. Nachfolgend möchte ich einige Fehler auflisten, die leider immer noch sehr häufig vorkommen und mit nur geringem Aufwand beseitigt werden könnten.

1. Benutzen Sie ein passendes Logo für jedes Soziale Netzwerk
Das Benutzericon ist Ihr Aushängeschild in jeder Korrespondenz nach außen und nur mit der Ausnahme von LinkedIn-Gruppen verwenden alle anderen Sozialen Netzwerke ein quadratisches Benutzerbild. Leider machen sehr viele Non-Profit-Organisationen den Fehler, ein rechteckiges Logo in nicht-passenden Maßen in ihr Benutzerprofil hochzuladen, was zwangsläufig zum Abschneiden oder Verzerren des Logos führt. Würde Ihre Organisation in der Briefkommunikation oder auf der Website ein solch entartetes Logo verwenden? Niemals! Warum senden dann zehn- oder hunderttausende Non-Profit-Organisationen täglich Status-Updates an ihre Freunde und Follower?

2. Nicht zu viele Statusupdates am Tag
Zu diesem Thema gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, ich vertrete hierbei jedoch die Ansicht, dass Sie nicht mehr als 1 oder höchstens 2 Statusupdates in den Sozialen Netzwerken veröffentlichen sollten. Ansonsten könnte es passieren, dass Personen dies als störend oder gar als Spam empfinden und Ihre Meldungen dann anfangen zu ignorieren oder im schlimmsten Falle sogar Ihre Updates ausblenden oder gar die Verbindung mit Ihrer Organisation aufkündigen. Es empfiehlt sich auch, Abwechslung in den Meldungen anzubieten, um das Interesse bei den Freunden hoch zu halten. Denkbar wäre hier z.B. mal ein paar Bilder eines Events, eine Ankündigung eines Projekterfolgs, ein Hilfeaufruf bei einer bestimmten Aktion oder ähnliches.

3. Achten Sie auf Ihr Follower-Verhältnis bei Twitter
Ein Ziel Ihrer Social Media Strategie kann es sein, möglichst viele Follower bei Twitter aufzubauen. Um dies zu erreichen, sollten Sie ein Folgen anderer User in einem 1:1-Verhältnis anstreben. Menschen bei Twitter werden Ihnen leichter folgen, wenn sie absehen können, dass Ihre Organisation die Follow-Anfrage auch annimmt. Je mehr Leute Ihnen folgen, um so mehr wird Ihr Non-Profit-Benutzerbild im Twitter-Universum verbreitet und hat eine grössere Chance, beachtet zu werden. Ausserdem können Ihnen Unterstützer oder potenzielle Spender, denen Sie nicht folgen, Ihnen keine direkten Nachrichten schreiben und erschweren ihnen somit unnötig den Zugang zu Ihrer Organisation.

Ein Grund, warum Sie nicht einer grossen Zahl von Menschen folgen möchten, könnte der Verlust des Überblicks über die Beiträge sein. Dies lässt sich jedoch ganz einfach mit dem Einsortieren der Follower in Twitter-Listen lösen. Damit können Sie nach definierten Kriterien Ordnung in Ihre Follower bringen und minimieren dadurch die Möglichkeit, wichtige Tweets zu verpassen.

4. Erstellen Sie Photo-Diashows zur Wiedergabe Ihrer Non-Profit-Aktivitäten
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Speziell im schnelllebigen Internet trifft dieser Satz höchstwahrscheinlich zu. Wenn Menschen tagtäglich überwiegend mit Schreiben, Briefen, Artikel oder anderen Schriftformen zu tun haben, bleibt ein ansprechendes Bild deutlich leichter in den Köpfen hängen, als ein weiterer Text. Hierzu gibt es Dienste wie Flickr oder Pinterest, auf denen Bilderalben angelegt und von Interessierten betrachtet werden können. Den entsprechenden Link veröffentlichen Sie einfach in Ihren Sozialen Netzwerken.

5. Machen Sie Ihre Social Media Aktivitäten auf Ihrer Website kenntlich
Ihre Unterstützer und Spendenwilligen gehen mittlerweile davon aus, dass auch Non-Profit-Organisationen in Social Media aktiv sind, zumindest auf Facebook und eigentlich auch auf Twitter. Wenn nun diese Personen Ihre Website besuchen und nicht auf den ersten Blick die Icons zu Ihren Social Media Kanälen finden, wenden sie sich vielleicht frustriert ab und das wäre ja nun sehr ärgerlich. Binden Sie also in jedem Fall die entsprechenden Icons mit einer Verlinkung deutlich sichtbar auf der Website ein. Ein Content-Management-System als Basis Ihrer Website ist in diesem Fall sehr hilfreich, da es viele kostenfreie Plugins gibt, welche genau diese Aufgabe übernehmen.

6. Ignorieren Sie nicht die Business-Seiten auf Xing und LinkedIn
Im deutschsprachigen Raum ist Xing immer noch die führende Plattform für Business-Kontakte und LinkedIn hat im internationalen Umfeld gerade die 100 Millionen Mitglieder-Marke passiert. Ihre Organisation stellt ebenso ein Geschäftsfeld dar und insofern wäre es töricht, die zusätzliche Vernetzungsmöglichkeit über die Business-Portale zu ignorieren. Schliesslich tummeln sich hier kapitalstarke Geschäftsleute und die wollen Sie ja erreichen.

7. Sichern Sie sich Ihren „Ort“
Wenn Ihre Organisation einen festen Standort hat und diesen noch nicht bei Facebook Places, Foursquare oder Google Places registriert haben, verschenken Sie auch hier die Möglichkeit, dass Sie über diese Dienste gefunden werden und sollten dies schleunigst nachholen.

8. Veröffentlichen Sie interessante Inhalte
Spenden Sie für unser Projekt xy! Nehmen Sie an unserer Charity-Veranstaltung für abc teil! Folgen Sie uns auf Twitter! Kreisen Sie uns bei Google+ ein! Wir bitten Sie um eine Spende! Klicken Sie „Gefällt mir“ bei Facebook! ………

DAS will keiner sehen! Wenn Sie auf Ihren Social Media Kanälen nur oder überwiegend Eigenwerbung betreiben, garantiere ich Ihnen ein Scheitern Ihrer Bemühungen. Sie müssen den Besuchern Ihrer Online-Präsenzen interessante Mehrwerte bieten, um diese bei Laune zu halten und um neue Besucher zu generieren.

9. Führen Sie einen Blog
Blogging ist die Methode, die Ihre Social Media Aktivitäten zusammenhält und mit frischem Inhalt versorgt. Interessante Inhalte sind das A und O einer Social Media Strategie und ohne diese Frischzellenkur für Ihre Facebook Page, den Twitter Account oder den YouTube Channel werden Sie nicht „geliked“, „retweetet“ oder geviewed. Und diese Verbreitungen sind letztendlich das, worauf es ankommt, denn dadurch wird Ihr Inhalt und somit Ihre Organisation an andere Nutzer weiterverteilt und führt vielleicht zu neuen Unterstützern oder Spendern.

Das Veröffentlichen von neuen (statischen) Artikeln auf Ihrer Website hat nicht den gleichen Effekt, wie einen Blog zu führen. Auf einem Blog können die Menschen Kommentare hinterlassen und somit in eine Diskussion einsteigen. Diese Kommunikation ist das Wertvollste, was Sie mit allen Social Media Aktivitäten erreichen können. Deshalb: Führen Sie einen Blog und bieten Sie den Lesern interessante Inhalte – und verbreiten diese in Social Media.

10. YouTube‘s Non-Profit-Programm (wenn verfügbar in Deutschland)
YouTube bietet derzeit für Non-Profit-Organisationen ein Support-Programm im englischsprachigen Raum an, welches viele Vorteile bietet. Genauere Informationen dazu gibt es hier: http://www.youtube.com/nonprofits. YouTube plant, das Programm in nächster Zeit auf andere Länder auszuweiten und Deutschland fällt hier mit Sicherheit in die engere Wahl. Sobald das Programm auch hier verfügbar ist, sollte eine Bewerbung auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden.

Wie Sie sehen, gibt es einige Klippen, die Sie besser im Umgang mit Social Media umschiffen sollten. Social Media ist kein Hexenwerk, jedoch sollte die Planung fundiert und der Einstieg gut vorbereitet sein. Ich berate Sie gerne, kontaktieren Sie mich.

Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/1281812

Social Media – Die Frage nach dem Warum.

In den meisten Social Media Strategien finden sich Antworten auf Fragen nach dem Wie, Wo, Wann und Wer. Beispiele hierfür sind „Wie sollen wir uns in Social Media positionieren?“, „Wo sollen wir unsere Inhalte veröffentlichen?“, „Wann ist der beste Zeitpunkt der Veröffentlichung?“ und „Wer wird unsere Inhalte pflegen?“. Zugegeben, dies sind alles berechtigte Fragen, jedoch sollte zuallererst immer eine andere ganz einfache Frage beantwortet werden: „Warum?“

Wie bereits erwähnt, wird diese Frage leider allzu häufig vergessen, worauf dann Unternehmen oder Organisationen mit der Festlegung einer Social Media Strategie beginnen, ohne hinterfragt zu haben, ob das Vorhaben denn überhaupt sinnvoll ist. Der derzeitige Hype um Social Media zwingt den Verantwortlichen die Meinung auf, dass sie genau jetzt mit „etwas“ starten müssen, um nicht ins Hintertreffen zur Konkurrenz zu geraten. Dabei wird leider vergessen, dass jedes Unternehmen einzigartig ist und nur weil der Konkurrent eine Facebook-Seite erstellt hat, dies noch lange nicht heisst, dass dies auch für das eigene Unternehmen von Vorteil ist. Als einfachstes Beispiel hierfür könnte angeführt werden, dass das Unternehmen keine Ressourcen für die Pflege der Inhalte freistellen kann. Und da eine nicht aktuell gehaltene Social Media Präsenz eher ein negatives Image erzeugt, sollte von dem Vorhaben gleich ganz Abstand genommen werden.

Jillian Ney stellt ihn ihrem Artikel eine Reihe von Warum-Fragen, die die Notwendigkeit dieser generellen Sichtweise verdeutlichen:

  • Warum möchten Sie eine Social Media Strategie finanzieren?
  • Warum integrieren wir Social Media in unsere vorhandene Kommunikations-Strategie?
  • Warum benutzen wir die Sozialen Medien?
  • Warum erwägen wir nicht den Einsatz anderer Medien?
  • Warum veröffentlichen wir diesen speziellen Inhalt?
  • Warum würden/werden Kunden und Lieferanten mit uns beschäftigen?
  • Warum soll eine Person oder eine Abteilung sich um Social Media des ganzen Unternehmens kümmern?

Wie lautete noch der Text vom Titellied zur Sendung mit der Maus? „Der, die, das (wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt bleibt dumm!)“. In diesem Fall sollte die Reihenfolge der Fragewörter verändert werden, wenn man nicht letztlich dumm aus der Wäsche schauen will.

Haben Sie die „Warum“-Frage gestellt? Ich freue mich über Ihren Kommentar.

Shitstorm bei Ing-Diba – Ist doch alles Wurst – oder nicht?

Es ist doch nicht alles Wurst – diese Erfahrung musste nun auch das Bankhaus Ing-Diba auf seiner Facebook-Seite machen, als es durch die Veröffentlichung eines Werbespots mit dem bekannten Basketball-Star Dirk Nowitzki den Zorn einiger Vegetarier auf sich zog. Der Spot zeigt den 2,13m-Mann aus Dallas (USA) zum Heimatbesuch in einer kleinen deutschen Metzgerei, wo die Verkäuferin ihm, wohl wie immer in seiner Kindheit zuvor, ein Stück Wurst über den Tresen reicht. Der Dialog währenddessen ist folgender:
(Verkäuferin) “Was hamma früher immer g’sagt?” (Dirk) “Damit er gross und stark wird.”

Dies scheint nun die Vegetarier auf den Plan zu führen, gegen die Fleischfresser im Generellen vorzugehen und diese grosszügige Geste der Verkäuferin zum Anlass zu nehmen, um auf die Grausamkeiten der Tierhaltung und -schlachtung aufmerksam zu machen. Dieser Shitstorm hat mittlerweile solche Ausmasse angenommen, dass die Ing-Diba mittlerweile einen Appell auf der Facebook-Seite vorgeschaltet hat, der zu mehr Sachlichkeit anhält und dazu aufruft, Beleidigungen zu unterlassen und gegensätzliche Meinungen zu tolerieren.

Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann hier das besagte Video:

Dirk Nowitzki in der Metzgerei – ING-DiBa Werbespot

Ich frage mich ernsthaft, warum diese Aktion denn nicht bei Rügenwalder oder Herta durchgeführt wird, die davon viel unmittelbarer betroffen wären. Oder sollte hier nur die Bekanntheit eines Stars missbraucht werden?

Das ist wieder einmal ein sehr gutes Bespiel dafür, wie eine (verhältnismässig) kleine Gruppe es schafft, mit Hilfe der Sozialen Medien eine ungeheure Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ob sie sich damit allerdings einen Gefallen getan haben, dürfte eher fraglich sein, denn zumindest in meinem Bekanntenkreis hat die Aktion ausnahmslos Kopfschütteln hervorgerufen – auch bei Vegetariern…

Eure Meinung dürft ihr natürlich gerne hier hinterlassen.

Neue Facebook Videos zu den Promotion Guidelines

In letzter Zeit gab es immer wieder Verwirrung und Missverständnisse, in welchem Rahmen und in welcher Ausgestaltung bestimmte Promotionaktionen wie z.B. Gewinnspiele auf Facebook Fanpages durchgeführt werden dürfen. Hierbei gibt es nämlich einiges zu beachten, an welcher Stelle welche Informationen abgefragt oder ob z.B. der Like-Button als Anmeldung in das Gewinnspiel genutzt werden darf. Diese Informationslücke hat nun auch Facebook erkannt und im Entwicklerbereich zwei Videos bereitgestellt, in denen Entwicklern und Unternehmen anschaulich die wichtigsten Punkte zu folgenden Themen erläutert werden:

  • Platform Policies
  • Promotion Guidelines

Zu den Videos geht es hier lang: Policy Training Videos.
Die Videos werden von Allison A. Hendrix aus dem Facebook Policy Team moderiert.

 

Studie: Auch kleine und mittlere Unternehmen verstärken in 2012 die Social Media Aktivitäten

Vom Marktforschungsinstitut Psyma Research & Consulting wurde eine Studie „Mittelstand und Werbung 2011“ (Download) unter 150 Unternehmen der Branchen Hotel und Gastronomie, Handwerk, Fachmedizin sowie Immobilien- und Versicherungsmakler zum Thema Lokales Marketing bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland durchgeführt. Im Ausblick auf 2012 kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass lokales Marketing gerade für KMU deutlich an Bedeutung gewinnen wird und die Investitionen in diesem Segment signifikant ansteigen werden. Bereits letztes Jahr konnte eine Steigerung der Budgets bei regional tätigen Unternehmen und Dienstleistern verzeichnet werden und dieser Trend setzt sich nun auch in 2012 fort. Lokale KMU erkennen somit den Nutzen der regionalen Werbung verstärkt an und setzen auch insgesamt eine breitere Palette an Werbemitteln ein. Im Gegensatz zu den Vorjahren geben nun bereits über ein Drittel der Unternehmen an, dass Online-Marketing eine grössere Bedeutung in ihrem Marketing-Mix einnehmen wird, dies ist ein Zuwachs von über 30% im Vergleich zum Vorjahr. 76% der Befragten setzen bereits auf Online-Marketing – auch regional.

Doch es gibt bei den betrachteten Branchen auch deutliche Unterschiede im Einsatz der Werbemittel: Hotels, Gastronomie und Makler bedienen sich am häufigsten digitaler Marketingmittel, während diese Werbeform für Handwerker und Ärzte noch weitgehend unbedeutend ist. Hier steckt noch viel Potenzial, denn auch diese Branchen sind dem lokalen Wettbewerb ausgesetzt und wer die Zielgruppe am besten erreicht, wird auch in Zukunft seine Umsätze zumindest halten können.

Die Studie liefert auch Aufschluss über die Verwendung von Verzeichnissen: Waren in der Vergangenheit die gedruckten Branchenbücher in der Beliebtheit der Werbemittel deutscher KMU noch vorne, so lösen nun erstmals Online-Verzeichnisse die klassische Form ab. In der Regel bedeutet es eben einen deutlich geringeren Aufwand und Kosten, das Unternehmen in einem Online-Verzeichnis zu registrieren, als eine Print-Vorlage für ein gedrucktes Branchenverzeichnis zu erstellen und einzureichen. Hinzu kommt, dass die Reichweite eines Branchenverzeichnisses auf die Auflagenzahl beschränkt ist, wohingegen ein Online-Eintrag theoretisch von allen Internet-Nutzern gefunden und wahrgenommen werden kann.

Doch zeigt die Studie auch ziemlich deutlich die Defizite des deutschen Einzelhandels und Mittelstandes auf. Diese Unternehmen sind im sog. Web 2.0 noch sehr zögerlich vertreten und haben die Chancen einer Positionierung in den Social Media Kanälen noch nicht für sich entdeckt. So ist zum Beispiel die Quote der Unternehmen, die Social Media für ihr Marketing berücksichtigen (möchten), mit gerade einmal 12% sehr gering. Überhaupt sind gerade einmal ein Drittel der befragten Unternehmen bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken registriert, was einem recht mageren Zuwachs von 5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Hinzu kommt, dass die Nutzung der Accounts zumeist nur für private Zwecke erfolgt und die Vermarktung des Unternehmens noch sehr zögerlich betrieben wird. Doch die Studie zeigt auch, dass ein immer grösserer Anteil der Befragten der Überzeugung ist, dass soziale Netzwerke eine zunehmend bedeutende Rolle im Unternehmensmarketing und vor allem auch in der Kundenkommunikation spielen wird. Darüber hinaus sehen viele Unternehmen den Nutzen und die Notwendigkeit von sog. Viral Marketing (Empfehlungsmarketing) gegeben, jedoch nehmen erst 16% der befragten Unternehmen positive (wie auch negative) Kundenbewertungen aus Online-Bewertungsportalen aktiv in ihrer Marketingstrategie auf.

Als Hauptgrund für die zögerliche Haltung der Social Media Nutzung wird überwiegend die aufwändige Erfolgskontrolle der Massnahmen angeführt. Fast 60% der Befragten verzichten deshalb gänzlich auf eine ROI-Analyse, obwohl meist ein nicht unerhebliches vierstelliges Budget investiert wird. Dadurch liegen den Unternehmen keine Erkenntnisse über die Wirksamkeit ihrer Massnahmen vor. Zumeist ist diese Zurückhaltung allerdings auf einen ungenügenden Informationsstand zurückzuführen, da es mittlerweile durchaus geeignete Tools zur Unterstützung der Erfolgskontrolle in Social Media gibt. Oft fehlt es in den Chefetagen der KMU am Verständnis, welcher Zeitaufwand für die Erfolgsmessung kalkuliert und wie überhaupt sinnvoll und effizient gemessen werden muss.

Die Studie belegt somit recht deutlich, dass deutsche KMU einer Bereitschaft zur vermehrten Aktivität in Social Media Kanälen weniger zurückhaltend gegenüber stehen würden, wenn sie umfassender über dieses Medium informiert wären. Es wird in 2012 eine der grössten Herausforderungen der Social Media Agenturen sein, dieses Informationsdefizit abzubauen und damit die Hemmschwelle zum Einstieg in Online-Marketing und Kundenkommunikation, fokussiert auf den lokalen Markt der Unternehmen, zu senken.

Im Raum Kiel, Hamburg und Schleswig-Holstein berät pfa:nder Consulting gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie Non-Profit-Organisationen im Umgang mit Social Media und führt mit ihnen eine umfassende Bestandsanalyse durch. Diese bildet anschliessend die Grundlage für eine Social Media Strategie basierend auf den individuellen Unternehmenszielen.